Panter-Preis für Kommhelp-Gründer

Julius Deutsch erhält den von der "taz" verliehenen Preis für die Entwicklung von Kommunikationshilfen für Behinderte. Den Hauptpreis teilt sich Deutsch mit Mariam Notten, die sich für Schulen und Demokratie in Afghanistan engagiert.

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Von
  • Detlef Borchers

Julius Deutsch, der Mitgründer des Kommhelp-Vereins hat den mit 5000 Euro dotierten Panter-Preis gewonnen, mit dem die Panter-Stiftung der tageszeitung "HeldInnen des Alltags" auszeichnet. Deutsch und Kommhelp entwickeln Software, mit denen Behinderte besser kommunizieren können. Der 62 Jahre alte Pensionär gewann den Preis gemeinsam mit Mariam Notten, die sich für Schulen und Demokratie in Afghanistan engagiert.

Die Jury entschied sich kurzfristig dafür, dem engagierten Programmierer ebenfalls den Panter-Preis zu verleihen und spendete die Hälfte des Preisgeldes aus eigener Tasche. Zusammen mit Kommhelp hat Deutsch Softwarelösungen, aber auch Hardwareverbesserungen entwickelt, dank derer sich auch Schwerstbehinderte mittels Computer besser mitteilen können. Deutsch will das Preisgeld nach eigenen Angaben gleich in die weitere Entwicklung stecken und profitiert obendrein über die gestiegene Aufmerksamkeit für sein Projekt. So sollen sich Programmierer gemeldet und ihre Mitarbeit angeboten haben.

Neben dem diesmal gedoppelten Hauptpreis gibt es einen Publikumspreis, der dem Diplom-Agraringenieur und Imker Michael Holm vom Verein Gendreck weg für sein Engagement als "freiwilliger Feldbefreier" verliehen wurde. Der Panter-Preis wird seit drei Jahren vergeben. Julius Deutsch ist der erste IT-Fachmann, der den Preis gewinnen konnte. Vor Deutsch war der SASPF-Programmierer Florian Pfaff im Jahre 2006 für den Panter-Preis nominiert, konnte ihn jedoch nicht gewinnen. (Detlef Borchers) / (vbr)