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Kurz vor der offiziellen Premiere verrät Mercedes Details zur neuen C-Klasse. Der Verkauf startet im März mit drei Motoren, die zum Teil vom Vorgänger bekannt sind. Der Verbrauch im NEFZ sinkt dafür erstaunlich beträchtlich

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Stuttgart, 9. Dezember 2013 – Kurz vor der offiziellen Premiere auf der Messe in Detroit verrät Mercedes weitere Details zur neuen C-Klasse. Der Verkauf in Deutschland startet im März mit drei Motoren, weitere sollen zügig folgen. Den Anfang machen aber die schwächeren Maschinen.

Die vorerst günstigste C-Klasse wird wieder der C180 mit 156 PS. Wie im Vorgänger hat der Basisbenziner einen 1,6-Liter-Vierzylinder, der von einem Turbolader unterstützt wird. Das maximale Drehmoment von 250 Nm liegt zwischen 1200 und 4000/min an. Spannender ist die Entwicklung des Verbrauchs: Der noch aktuelle C180 ist im NEFZ mit 5,8 Litern angegeben, der Neue soll mit minimal 5,0 Litern auskommen. Ein großer Fortschritt, der doch Zweifel weckt, vor allem wenn berücksichtigt wird, dass die Maschine gleich bleibt. Eine bessere Aerodynamik und vor allem ein geringeres Leergewicht sollen dazu beigetragen haben. Mercedes verspricht bis zu 100 Kilogramm weniger, wovon allein 70 auf die Rohkarosserie entfallen sollen.

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Im März soll die vierte C-Klasse in Deutschland auf den Markt kommen.

Doch selbst wenn die Erleichterung tatsächlich so groß ausfallen sollte: Der Hauptteil der Verbesserung dürfte schlicht darauf zurückzuführen sein, dass Mercedes die Grauzonen des NEFZ noch geschickter als bisher nutzt – so wie alle anderen Hersteller eben auch. In der Praxis dürfte der Unterschied zwischen neu und alt kleiner sein, als es der Zyklus suggeriert. Bei Spritmonitor liegt das aktuelle Modell mit dieser Maschine bei rund 8,6 Litern.

Darüber rangiert der C200 mit 184 PS. Hier hat sich mehr verändert, als es auf den ersten Blick scheint. Diese Maschine hat nun zwei statt 1,8 Liter Hubraum. Das maximale Drehmoment steigt von 270 auf 300 Nm. Trotz mehr Hubraum und Drehmoment nennt Mercedes hier im NEFZ nun 5,3 Liter, beim direkten Vorgänger sind es noch 6,6. Vermutlich würden sich viele Fahrer freuen, wenn in der Praxis wenigstens die Hälfte dieses Versprechens eingelöst werden kann. Mit Schaltgetriebe soll erst bei 237 km/h die Höchstgeschwindigkeit erreicht sein, mit Automatik bei 235. Die Beschleunigung geht dafür mit Automatik einen Hauch schneller: 7,3 statt 7,5 Sekunden beim Schalter.

Der vorerst einzige Diesel wird der C220 CDI mit 170 PS und 400 Nm – auch diese Maschine ist aus dem noch aktuellen C220 BlueEfficiency bekannt. Hier scheint sich das geringere Leergewicht kaum auf den Verbrauch auszuwirken, denn der sinkt im NEFZ von 4,1 auf 4,0 Liter, der CO2-Ausstoß von 109 auf 103 g/km. Die neue Limousine soll dieser Selbstzünder auf bis zu 234 km/h beschleunigen, der Sprint auf Tempo 100 soll in minimal 8,1 Sekunden (7,8 mit Automatik) erledigt sein.