LG will Kosten drastisch senken
LG Electronics rechnet fĂĽr 2009 mit 20 Prozent weniger Umsatz und will deshalb rund 1,7 Milliarden Euro einsparen. Entlassungen sollen vermieden werden, sind aber fĂĽr die Zukunft nicht ausgeschlossen.
Der koreanische Elektronikkonzern LG erwartet 2009 einen UmsatzrĂĽckgang von 20 Prozent und will seine Ausgaben deshalb um 30 Prozent reduzieren, was einem Betrag von 1,7 Milliarden Euro entspricht. Gespart werden soll in der Zentrale und in den 82 Niederlassungen weltweit.
Gegenüber der Financial Times schloss LG-Chef Yong Nam heute in Seoul den Abbau von Arbeitsplätzen in Korea aus. Bei der Optimierung von Fabriken im Ausland könne es aber Entlassungen geben, sagte Nam. Das schlechte Abschneiden vieler weltweit tätiger Unternehmen im vierten Quartal 2008 habe er als Wachruf verstanden, "drastische Maßnahmen" einzuleiten.
LGs japanische Konkurrenten Sony, Panasonic, Sharp und NEC haben zum Jahresbeginn Gewinneinbrüche im letzten Quartal 2008 und schlechte Prognosen für 2009 veröffentlicht. Allein Panasonic kündigte an, 15.000 Mitarbeiter zu entlassen. LG selbst fuhr im vierten Quartal 2008 aufgrund sinkender Margen bei Flachbildschirmen und Mobiltelefonen seinen ersten Verlust seit zwei Jahren ein.
Nam bekräftigte, die Ausgaben für Forschung, Entwicklung, Marketing und Design nicht kürzen zu wollen. Insbesondere in "zukünftige Wachstumsfelder" wie Solarenergie, Klimaanlagen für Unternehmenskunden und Business-to-Business-Lösungen werde LG weiter investieren. Die zurzeit größten Geschäftsfelder von LG sind die Produktion von Klimaanlagen, Fernsehern und Handys. (cwo)