Gericom weist Verlust in Millionenhöhe aus
Nach der Übernahme durch Quanmax steckt der österreichische Computerhersteller in der Neustrukturierung. Im ersten Halbjahr 2008 liefen bei einem Umsatz von knapp 12 Millionen Euro Verluste von 7,7 Millionen Euro auf.
Nach der Übernahme durch Quanmax steckt die Gericom AG in der Neustrukturierung. Für das erste Halbjahr 2008 meldet der österreichische Computerhersteller einen Umsatz von 11,95 Millionen Euro – gut 22 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Aufgrund der erforderlichen hohen Aufwendungen für den Umbau des Unternehmens seien in den ersten sechs Monaten des Jahres zudem Verluste in Höhe von 7,7 Millionen Euro aufgelaufen.
Als neuer Mehrheitsaktionär hatte die Quanmax Incorporated Mitte September den Vorstand der Gericom AG neu besetzt. Als Nachfolger von Firmengründer Hermann Oberlehner wurde Hannes Niederhauser zum neuen CEO berufen. Neuer Finanzvorstand wurde Andreas Blumauer. Der bisherige CFO Mario Heurix hat stattdessen den Posten des CIO übernommen. Die Verantwortung für das operative Geschäft übertrug der Aufsichtsrat Gerald Wirtl. Wirtl ist Chef des Gericom-Wettbewerbers chiliGREEN, der nach der Insolvenz von Lintec ebenfalls von Quanmax übernommen worden war.
Trotz der aktuellen Umbruchphase sieht sich die Gericom AG gut aufgestellt. Der Linzer Hersteller sei aktuell frei von Bankschulden und verfüge über liquide Mittel von 5,7 Millionen Euro. Zudem habe der Cash Flow im ersten Halbjahr um 21 Prozent auf minus 5,4 Millionen Euro verbessert werden können. Synergieeffekte durch den neuen Mutterkonzern, der unter anderen zum weltgrößten Notebookproduzenten Quanta gehört, sollen Gericom künftig wieder steigende Umsätze bescheren. Spätestens im Geschäftsjahr 2009 peilt das Unternehmen auch wieder operative Gewinne an. (map)