Verbesserte Zurückhaltung

Die Modellpflege soll den VW Polo vor allem technisch aufwerten. Neue Motorisierungen sollen ihn sparsamer machen, weitere Assistenzsysteme sicherer. Eine optische Revolution blieb aus - sie hat wohl auch niemand erwartet

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Wolfsburg, 28. Januar 2014 – Die Modellpflege, die Volkswagen auf dem Genfer Salon 2014 vorstellen wird, soll den VW Polo vor allem technisch deutlich aufwerten. Neue Motorisierungen sollen den Polo der fünften Generation sparsamer machen, weitere Assistenzsysteme sicherer. Eine optische Revolution blieb – wie erwartet – aus.

Neue Dreizylinder-Selbstzünder und Ottomotoren mit drei und vier Zylindern sollen den Verbrauch um bis zu 21 Prozent senken. Den sparsamsten Diesel gibt Volkswagen mit 3,2 Litern (CO2-Ausstoß: 82 g/km) an, der bescheidenste Ottomotor soll nur noch 4,1 Liter (CO2: 94 g/km) verbrauchen. Diese Werte verdeutlichen einmal mehr, wie schwierig bezahlbare Fortschritte beim Verbrauch zu sein scheinen: Vor ein paar Jahren waren solche Verbrauchswerte sensationell, heute gibt es sie schon in der Golfklasse.

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Leichte Retuschen bringen etwas mehr Chrom und vorn eine leichte Variation der Öffnungen.

Die Einliter-Dreizylinder leisten 60 bzw. 75 PS und sind aus dem Up bereits bekannt. Tiefergehende Eingriffe gab es beim 1.2 TSI, den es nun mit 90 und 110 PS gibt. VW wird wohl auch hier den Wechsel von Steuerkette zu Zahnriemen vollziehen. Bleibt den Käufern zu wünschen, dass die neue Kunststoffverbindung zwischen Kurbel- und Nockenwelle nun haltbarer als mit der bisherigen Lösung ist.

Angekündigt ist auch eine aufgeladene BlueMotion-Dreizylinderversion mit 90 PS. Sie soll den 1.2 TSI mit 90 PS im Verbrauch nochmals unterbieten, wobei man sich durchaus fragen darf, warum VW an zwei exakt gleichstarken Motoren festhält. Er soll nur 4,1 Liter verbrauchen und bei 94 Gramm CO2-Ausstoß liegen. Nach Deutschland rollt er im Herbst 2014, in Großbritannien ersetzt er den BlueMotion-Diesel.

Der Polo Blue GT wird auf 150 PS leistungsgesteigert, der GTI auf 192 PS. Der neue Diesel mit 1,4 Litern ist in Versionen mit 75, 90 und 105 PS erhältlich, je nach Motorisierung wird er mit manuellen Fünf- und Sechsganggetrieben gekoppelt. Für die meisten wird VW gegen Aufpreis auch das Siebengang-DSG mit trockenen Kupplungen anbieten.

Neu ist die elektrisch unterstützte Servolenkung. Zum einen trägt sie zur Effizienz bei, weil ihre Unterstützung bedarfsgeregelt ist. Zudem lassen sich mit ihr erweiterte Assistenzfunktionen durch direkten Eingriff über den Elektromotor ermöglichen. Auf Wunsch wird auch eine adaptive Dämpfung sowie LED-Scheinwerfer angeboten – die gibt es aktuell noch nicht einmal im Golf. Zudem soll ein Abstandsregeltempomat, Müdigkeitserkennung, das Umfeldbeobachtungssystem Front Assist mit City-Notbremssystem, eine Multi-Kollisionsbremse (Serie) und eine Rückfahrkamera angeboten werden.