Der Transporteur
Die beiden Vorgänger waren keine qualitativen Glanzlichter, nun soll es deutlich besser werden. Die dritte V-Klasse tritt deutlich moderner auf und erinnert vor allem im Innenraum nur noch wenig daran, dass hier ein Transporter und kein Van vorfährt
München, 31. Januar 2014 – Nein, die beiden Vorgänger waren keine qualitativen Glanzlichter in der Geschichte der Marke Mercedes. Nummer 1 sollte dem VW Bus Konkurrenz machen, hatte aber bald mit einem massiven Rostproblem zu kämpfen. Die zweite Generation war anfangs nicht viel besser. Erst als Mercedes die Sache ernsthaft anging, würde der „Blütenbefall“ weniger. Mit Nummer drei soll es nun deutlich besser werden. Die neue V-Klasse tritt deutlich moderner auf und erinnert im Innenraum nur noch wenig daran, dass hier ein Transporter und kein Van vorfährt.
Praktisch
Ein Auto, in das acht Personen bequem reinpassen, kann nur kastenförmig sein. „Großraumlimousine“, wie Mercedes die neue V-Klasse nennt, passt nicht richtig. Die eher pragmatische Form muss kein Fehler sein, denn wer mit einer V-Klasse liebäugelt, braucht vor allem den Platz. Hinter den Vordersitzen ist Raum für bis zu sechs Personen. Serienmäßig gibt es hinten vier Einzelsitze mit Armlehnen in den Reihen zwei und drei. Auf Wunsch kann zwischen den Möbeln der zweiten Reihe ein Klapptisch montiert werden. Wer es ganz anders mag, hat zwei Optionen: eine Zweierbank in beiden Reihen mit einzeln umklappbaren Lehnen oder zwei Dreierbänke mit zweiteiligem Sitzkissen und dreiteilig klappbarer Lehne. Der äußere rechte Sitz lässt sich nach vorn umklappen oder ausbauen. Zudem ist auch die gesamte Möblierung umklappbar. Lösung C bietet sich zum Übernachten an: eine Liegebank in der dritten Reihe inklusive darunter montierten Schubladen.
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Die V-Klasse löst bei Mercedes des Viano ab.
Egal, welche Sitzkonfiguration man wählt: Alle Möbel lassen sich per Sitzschienen vor- und zurückschieben. Auch eine gegenüberliegende Konferenzanordnung ist möglich sowie der komplette Ausbau aller hinteren Bänke. Eine weitere Neuheit der Mercedes V-Klasse ist eine separat zu öffnende Heckscheibe, die am oberen Heckklappenrahmen angeschlagen ist. Die gesamte Klappe ist gegen Aufpreis auch mit elektrischer Betätigung zu bekommen. Schon bei voller Bestuhlung fasst der Kofferraum je nach Aufbaulänge zwischen 510 und 1110 Liter Kofferraum. Werden die Sitze ausgebaut, stehen zwischen 4200 und 5010 Liter zur Verfügung.
Teuer
Das Cockpit der V-Klasse übernimmt etliche Details der neuen C-Klasse. So gibt es ein freistehendes Display und ein Touchpad für die Bedienung des Infotainments. Gegen Zuzahlung lässt sich die V-Klasse mit einem Cockpit-Oberteil in Lederoptik und einem Burmester-Soundsystem ausrüsten. Wer mag, kann auch eine aktive Sitzbelüftung für die Vordersitze oder eine Klimaautomatik mit Vorklimatisierung am Schlüssel ordern. Die Preisliste wird lang, 70.000 Euro auszugeben sind sicher kein Problem. Das vorläufige Basismodell kostet 42.900 Euro. Noch in diesem Jahr soll eine kürzere Version nachgereicht werden, die dann ab rund 40.000 Euro zu haben ist.