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Turbolader waren in einem Ferrari bisher eher selten. Das soll sich ändern: Im leicht überarbeitete California soll er künftig zu noch besseren Fahrleistungen und weniger Verbrauch beitragen. Vorgestellt wird der neue auf dem Genfer Autosalon

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Frankfurt/Main, 13. Februar 2014 – Turbolader waren in einem Ferrari bisher eher selten. Das soll sich ändern: Im leicht überarbeitete California soll er künftig zu noch besseren Fahrleistungen und weniger Verbrauch beitragen. Vorgestellt wird der neue auf dem Genfer Autosalon (6. bis 16. März 2014).

Schon der bisherige 4,3-Liter-V8 im California war nicht gerade ein Schwächling: 490 PS bei 7750/min, dazu ein maximales Drehmoment von 505 Nm bei 5000/min. Der neue Motor mit 3,8 Litern Hubraum liefert seine Eckdaten bei etwas geringerer Drehzahl ab: 560 PS bei 7500/min und 755 Nm bei 4750/min. Auf ein Drehmomentplateau, meist nichts anderes als eine Begrenzung des maximalen Drehmoments, konnte Ferrari verzichtet – das verwendete Getriebe scheint mit den 250 Nm mehr kein Problem zu haben. Trotz 70 PS mehr sind die Fahrleistungen nur marginal besser: In minimal 3,6 statt wie zuvor in 3,8 Sekunden kann nun aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigt werden, die Höchstgeschwindigkeit steigt von 312 auf 316 km/h.

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Ferrari California T hat sein Debüt auf dem Genfer Autosalon 2014.

Deutlich größer sind die Fortschritte im NEFZ. Der Alte gönnte sich hier 13,5 Liter, der Neue soll mit 10,5 Litern auskommen. Wenngleich diese Werte für die meisten Ferrari-Fahrer eher untergeordnet sein dürften: Fiat bereitet sich langsam auch in diesem Segment auf eine Zeit ohne hemmungslose Säufer vor. Schließlich müssen für jeden Sportwagen gleich ein paar andere Autos aus dem Konzernangebot die ehrgeizigen EU-Ziele unterbieten, um den angestrebten Flottenverbrauch hinzubekommen.

Ferrari setzt bei der Aufladung auf einen Twinscroll-Turbolader. Der hat im unteren Drehzahlbereich weniger Abgasgegendruck, was zu einem besseren Ansprechverhalten führen soll. Das betont auch Ferrari. Die Maschine habe praktisch kein Turboloch und spreche so ohne Verzögerung auf Gaspedal-Befehle an. Wir sind gespannt, ob das in der Praxis tatsächlich so ist.