Qimonda-Forschung soll nicht verlagert werden

Die Sächsische Regierung setzt darauf, dass Bayern die Verlagerung der Qimonda-Forschung von Dresden nach München nicht weiter forciert.

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Bayern will nach Angaben von Sachsens Regierungssprecher Peter Zimmermann keinen Vorstoß zur Verlagerung von Qimonda-Forschung und -Entwicklung von Dresden nach München unternehmen. Der sächsische Ministerpräsident Stansilaw Tillich (CDU) habe dazu Ende vergangener Woche Gespräche mit dem Bund und der bayerischen Regierung geführt, sagte Zimmermann am Sonntag und bestätigte einen Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Das Handelsblatt hatte am Freitag berichtet, Bayern wolle die Forschung und Entwicklung der Infineon-Tochter nach München holen und habe Insolvenzverwalter Michael Jaffé gebeten zu prüfen, ob eine Verlagerung eine Zukunftschance hätten.

Dem Zeitungsbericht zufolge soll die bayerische Politik Unterstützung signalisiert haben, wenn es so eine Perspektive für die Filetstücke von Qimonda gebe. Auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) stehe hinter der Idee, hieß es.

Am Mittwoch war das Insolvenzverfahren über die Infineon-Tochter mit zuletzt noch rund 3800 Beschäftigten in Deutschland offiziell eröffnet worden. Seine Produktion hat das Unternehmen weitgehend eingestellt, rund 2450 Mitarbeiter müssen in Transfergesellschaften wechseln. In München waren bislang die Zentrale von Qimonda sowie die Produktentwicklung angesiedelt, die Technologieentwicklung läuft in Dresden. (dpa)/

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(uk)