Apple vs. Samsung: Android-Vater Rubin könnte im nächsten Prozess aussagen
Andy Rubin, der bei Google inzwischen für die Roboter-Entwicklung zuständig ist, steht auf einer Liste mit potenziellen Zeugen, die Apples Anwälte erstellt haben. Er könnte bereits im März geladen werden.
Bislang kommt Google im langwierigen Apple-vs.-Samsung-Prozess zumeist nur indirekt vor. Nun könnte aber eine zentrale Figur in den Zeugenstand geladen werden: Wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht, die Apples Anwälte eingereicht haben, soll Android-Vater Andy Rubin, der mittlerweile Googles Robotikbemühungen leitet, aussagen. Der nächste große Prozess der beiden Tablet- und Smartphone-Streithähne beginnt im März.
Rubin solle unter anderem zur Entwicklung von Android-Funktionen aussagen, von denen Apple glaubt, dass sie die Rechte des Konzerns verletzen. Zudem soll der Manager auch zu Google-Dokumenten befragt werden, in denen es um solche Programmierarbeiten geht. Ob der Zeuge Rubin auch zugelassen wird, ist derzeit noch nicht entschieden.
(Bild: Yoichiro Akiyama / Flickr / cc-by-sa-2.0)
Apple wünscht sich neben dem "Android-Vater" auch Aussagen weiterer Google-Manager. Dazu gehören hochrangige Kandidaten wie Hiroshi Lockheimer, Vizepräsident im Bereich Engineering und Kenzo Fong Hing, aktuelle Leiterin des Android-Marketings. Auch zwei User-Interface-Spezialistinnen, von der eine nicht mehr bei Google arbeitet, will Apple in den Zeugenstand nehmen.
Samsungs Wunschzeugen sind bereits teilweise bekannt. Der koreanische Konzern will unter anderem Apples Marketingchef Phil Schiller sowie den von Apple gefeuerten iOS-Boss Scott Forstall befragen.
Zuletzt waren neuerliche Mediationsgespräche auf höchster Ebene zwischen Samsung und Apple gescheitert. Samsung-Mobil-Chef J.K. Shin und Apple-CEO Tim Cook konnten sich nicht einigen, den Prozess zu beenden. Die zuständige Richterin hatte die Gespräche angeordnet. (bsc)