Neuer Leichtbau-Sauger?
Leichtbau und Leistungsplus könnten einem kommenden Porsche 911 GT3 RS mit Saugmotor zu Fahrleistungen auf 911 Turbo-Niveau verhelfen. Das legen die aktuellen Erlkönig-Fotos nahe. Vom 911 GT3-Rückruf lässt sich Porsche jedenfalls nicht beirren
- rhi
München, 24. Februar 2014 – Leichtbau und Leistungsplus könnten einem kommenden Porsche 911 GT3 RS mit Saugmotor zu Fahrleistungen auf 911 Turbo-Niveau verhelfen. Das legen die aktuellen Erlkönig-Fotos nahe. Vom Rückruf aller 785 bisher ausgelieferten 911 GT3 nach zwei durch Motorschäden ausgelösten Bränden lässt sich Porsche offenbar nicht beirren.
Turbo-Spekulationen
Im Vergleich zum "normalen" GT3 fährt der Erlkönig der RS-Version mit einem deutlichen größeren Heckflügel auf einem breiten Heck, wie es vom 911 Turbo bekannt ist. Dieses Hinterteil, die mächtigen Kiemen und die Verkündung von Baureihenleiter August Achleitner, dass es keinen neuen GT2 geben soll, erzeugten Turbo-Spekulationen. Das kann man verstehen, schließlich übertrifft bereits der aktuelle Turbo S leistungsmäßig den alten GT2. Nicht auszuschließen, dass Leistungen jenseits 600 PS einer neuen Baureihe vorbehalten bleiben.
Neuer Leichtbau-Sauger? (7 Bilder)

Porsche erprobt den 911 GT3 RS.
Deshalb ergibt sich für den 911 GT3 RS folgendes Szenario: Es bleibt beim Saugmotor, um kein Bezeichnungs-Gewirr zu schaffen. Mit 500 PS würde sich der RS zwischen GT3 (475 PS) und Turbo (520 PS) positionieren. Dank Leichtbau könnte aber eine Beschleunigung auf Höhe der 3,1 Sekunden des Turbo S erreicht werden. Die großen Lufteinlässe würden die thermischen Belastungen des 3,8-Liter-Sechszylinders verringern, was vor allem den Rennsport-Versionen des GT3 RS nutzen würde. Offiziell vorgestellt wird der 911 GT3 RS frühestens im Juni 2014, wenn Porsche beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans antritt. (imp)