Überraschende Wiederkehr

Der deutsche Sportwagenhersteller Gumpert ist wieder da. Nach offenbar überstandener Insolvenz überrascht die Marke auf dem Genfer Autosalon 2014 mit einem neuen Sportwagen

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Gumpert ist zurück: Auf dem Genfer Autosalon präsentiert die Marke den neuen Explosion
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Altenburg, 7. März 2014 – Der deutsche Sportwagenhersteller Gumpert ist wieder da. Nach offenbar überstandener Insolvenz überrascht die Marke auf dem Genfer Autosalon 2014 (6. bis 16. März) mit einem ersten fertigen Vorserienmodell eines neuen Sportwagens.

Der zweisitzige Gumpert Explosion wird von einem Zweiliter-Vierzylinder mit 420 PS und 520 Nm angetrieben. Das sind Daten, wie sie etwa auch der V8-Motor im Audi R8 liefert. Der braucht für die Beschleunigung auf Tempo 100 allerdings 4,6 Sekunden, während der Explosion an der 3,0-Sekunden-Marke kratzt. Auch die Höchstgeschwindigkeit soll mit einer Drei beginnen. Mit dem vorne eingebauten Motor wird eine manuelle Sechsgang-Schaltung oder ein sequenzielles Getriebe mit der gleichen Gangzahl und Lenkradpaddles kombiniert. Wie der Audi hat auch der Gumpert Allradantrieb. Die gute Beschleunigung verdankt der Explosion aber auch dem Leichtbau: Ein Gitterrohrrahmen trägt die leichte Karosseriehülle aus einem Karbon-GFK-Aluminiummix. Das Gewicht wird noch nicht verraten.

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Auf dem Genfer Autosalon präsentiert Gumpert den neuen Explosion.

Der Explosion wurde von Anfang an mit Blick auf eine Straßenzulassung entwickelt. Gebaut wird er von einem kleinen Team um Roland Gumpert in den Interimswerkstätten in und um Ingolstadt. Die Serienproduktion in Handarbeit hat bereits begonnen, die ersten Exemplare sollen noch 2014 ausgeliefert werden. Bei einem Preis von 124.950 Euro hofft Gumpert auf ausreichend Kunden. Zum Vergleich: Audi verlangt für den deutlich spurtschwächeren R8 4.2 FSI quattro 117.000 Euro. Auch der über 170.000 Euro teure 5.2 FSI quattro erreicht mit einer Sprintzeit von 3,5 Sekunden nicht das Niveau des neuen Gumpert.

Die Geschichte um die Sportwagenschmiede begann um 2002 herum, als der Tuner MTM zusammen mit dem Rennwagenzulieferer Nitec Engineering einen Rennwagen für die Straße entwickeln wollte. 2003 übernahm Roland Gumpert die Projektleitung. Er kam von Audi, wo er die Erprobung des Audi 50 und ab 1981 die Rallyesport-Abteilung geleitet hatte - in den legendären Quattro-Jahren. 2005 machte Gumpert aus dem Projekt seine eigene Autofirma, ansässig im thüringischen Altenburg. Noch 2005 ging das Auto unter dem Namen Apollo in Serie. Der Wagen war sowohl für die Straße wie für diverse Rennen zugelassen und wurde von einem 650 PS starken V8 angetrieben. Weitere Varianten folgten, wie der 750 PS starke Apollo S und der Apollo R mit 860 PS. 2012 jedoch musste Gumpert Insolvenz anmelden. Auch ein neuer Investor konnte die Firma nicht retten, und so kam Ende August das Aus. Zum Genfer Autosalon meldet sich Gumpert nun zurück - als GSM Gumpert Sportwagenmanufaktur GmbH. Auch für die Zukunft hat die Firma schon Pläne. So werden auf dem Genfer Salon Bilder vom Explosion S verteilt, den ein 2,5-Liter-Fünfzylinder mit 510 PS und 625 Nm antreiben soll. (imp)