O2 reduziert Roaming-Gebühren fürs Surfen
Der Netzbetreiber O2 bietet Privatkunden mit Laufzeitvertrag einen neuen Tarif für die Datennutzung im europäischen Ausland. 15 Euro für 50 MByte – wer nicht auf den verbrauchten Traffic achtet, muss dafür allerdings weiterhin die Zeche zahlen.
Der Netzbetreiber O2 bietet Privatkunden mit Laufzeitvertrag einen neuen Tarif für die Datennutzung im europäischen Ausland. Ähnlich wie schon bei T-Mobile und Vodafone können Surfer ab 23. Juni innerhalb eines Kalendertages 50 MByte zu einem Preis von 15 Euro versurfen. Das Paket muss nicht gebucht werden, die 15-Euro-Deckelung tritt automatisch in Kraft, wenn der Kunde mit seinem Volumen mehr als rund zwei MByte versurft – bis dahin gilt seit März ein Preis von sieben Euro pro MByte.
Anders als bei den Angeboten von T-Mobile und Vodafone hat dieser Deckel aber Löcher: Jedes darüber hinaus versurfte MByte stellt O2 den Kunden mit zwei Euro in Rechnung, eine Warnung erfolgt nicht. T-Mobile und Vodafone leiten den Surfer nach dem Erreichen der Grenze hingegen auf eigene Seiten um, auf denen er dann eine neue Surfsession buchen kann. O2-Pressesprecher Roland Kuntze stellte im Gespräch mit heise online klar, das O2 die Einführung einer Volumenwarnung prüfe, einen Einführungstermin konnte er jedoch noch nicht nennen. Die Abrechnung des O2-Angebots erfolgt in 10-KByte-Schritten, es gilt in der "Weltzone 1", zu der neben allen EU-Ländern etwa Kroatien und die Schweiz zählen. (ll)