Den Sommer im Griff

ADAC und Stiftung Warentest haben insgesamt 33 Reifenmodelle in den beiden meistverkauften Dimensionen getestet: 195/65 R15V (fĂĽr Mittelklasse-Wagen) und in der Kleinwagen-Dimension 175/65 R14T. Diesmal konnten auch AuĂźenseiter ĂĽberzeugen

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Den Sommer im Griff
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München, 27. März 2014 – Der ADAC hat die Ergebnisse seines Sommerreifentests veröffentlicht. Insgesamt haben ADAC und Stiftung Warentest 33 Reifenmodelle in den beiden meistverkauften Dimensionen geprüft. Das sind 17 Reifenmodelle der Dimension 195/65 R15V, die auf vielen Autos der unteren Mittelklasse (z.B. Audi A3, BMW3er, VW Golf) montiert sind und 16 Reifenmodelle in der Kleinwagen-Dimension 175/65 R14T (passend beispielsweise für Fiat 500, Toyota Yaris, Ford Fiesta).

Um dem Vertrauensverlust nach dem monströsen Imageschaden durch die manipulierten Zahlen beim Mitgliederpreis „Gelber Engel“ und den folgenden Enthüllungen zu begegnen, hat der Club die Testabläufe nicht nur detailliert offengelegt. Zudem hat die Stiftung Warentest diesmal mit rückgestellten Reifen und erneut gekauften Testexemplaren die Testergebnisse gegengecheckt: Von jeder Reifendimension im Test wurden noch einmal vier Stichproben anonym auf dem freien Markt nachgekauft und erneut mit den entsprechenden Reifen aus dem Test verglichen. Dabei sollen sich keine Auffälligkeiten ergeben haben.

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Bei den 195ern zeigt sich klar, dass sich Billigpneus nicht lohnen. Eine Erfahrung, die man nicht auf die 175er ĂĽbertragen darf ...

Bei den 195ern erhielten die Reifen von Goodyear, Dunlop, Hankook, Fulda, Nokian, Pirelli und Vredestein eine gute Bewertung. Die Pneus von Semperit, Kumho und Michelin werden aufgrund leichter Schwächen auf nasser Fahrbahn abgewertet und schneiden „befriedigend“ ab. Bei den Reifen von Yokohama, Bridgestone und Continental schlagen Schwächen im Verschleiß durch. Sie erhalten ebenfalls das Urteil „befriedigend“.

Beim ContiPremium-Contact 5 zeigen sich idealtypisch die Vor- und Nachteile einer weichen Gummimischung: Er erzielt zwar in den Kriterien Nassbremsen und Nasshandling ein „sehr gut“, schneidet im Verschleiß aber mit „sehr schlecht“ ab. Auch der japanische Bridgestone, einer der fünf Besten auf Nässe, fährt sich schnell ab. Ein „befriedigend“ erreichten der Bridgestone Turanza T001 und der Continental PremiumContact 5 beim Verschleiß. Dafür zeigen die Premiumreifen im Test Bestleistungen auf trockener Fahrbahn gute Ergebnisse bei Nässe.

Umgekehrt zeigt sich der Zielkonflikt zwischen Grip und Abrieb im Michelin Energy Saver+ mit seiner relativ harten Gummimischung. Er bekommt zwar die Bestnote beim Spritverbrauch und Abnutzung, kann dafür aber nicht mit guter Haftung auf nasser Fahrbahn dienen. Insgesamt schneiden in der Dimension 195/65 R15 V von den fünf besten Modellen auf nasser Fahrbahn drei Modelle wegen erhöhtem Verschleiß schlechter ab.