Sattel-Schlepper

Wer mit dem Motorrad die Ferne erkunden möchte, muss sich oft über lange Anfahrtswege oder langweilige Schnellstraßen quälen. Um den Strapazen zu entgehen und die Tour entspannter zu starten, bietet sich der Transport der Bikes an

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Wie kommt mein Bike in den Urlaub? Ideen zum Motorradtransport
Lesezeit: 6 Min.
Von
  • Ingo Gach
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Köln, 14. April 2014 – Motorradfahren ist zwar für rund drei Millionen Bundesbürger das liebstes Hobby, das Motorrad aber eher ein Kurz- und Nebenstreckenfahrzeug. Wer die Ferne erkunden möchte, muss sich oft über lange Anfahrtswege oder langweilige Schnellstraßen quälen. Stundenlanges Autobahnfahren ist auf einem Motorrad nicht nur langweilig, sondern auch stressig, wenn der Körper und besonders der Hintern irgendwann nur noch schmerzt. Um den Strapazen zu entgehen und die Tour entspannter zu starten, bietet sich der Transport der Bikes an.

Der Klassiker ist der Anhänger für ein bis mehrere Motorräder, der per Anhängekupplung mit dem Auto verbunden wird. Hier bietet der Markt ein großes Angebot vom günstigen, ungebremsten Anhänger für nur ein Bike bis hin zur gebremsten Luxus-Variante für sechs Maschinen. Wichtig dabei ist, die maximale Nutzlast des Anhängers zu beachten. Wer zwei schwere Harleys Huckepack nehmen möchte, sollte mindestens 800 Kilo einrechnen und zusehen, dass die Plateaugröße, also die Grundmaße ausreichen. Außerdem vorher einen Blick in den Kfz-Schein des Wagens werfen, wie viel Stützlast und Anhängelast er verträgt. Gesichert wird die Ladung durch Spanngurte. Anbieter von Zurrgurten mit Klemmschlössern oder Ratschen gibt es reichlich, ein umfangreiches Sortiment findet sich z. B. bei den großen Motorradzubehörketten.

Sattel-Schlepper (10 Bilder)

Klassische Lösung für den Motorradtransport: Ein simpler Anhänger, der eigentlich nur aus ein paar Metallrohren und zwei Rädern besteht. Für zwei Motorräder völlig ausreichend.

Das Verzurren ist eine Wissenschaft für sich, auf jeden Fall sollte das Motorrad gerade stehen und stramm in die Gabel gezogen werden. Entweder befestigt man die Spanngurte an der unteren Gabelbrücke oder am inneren Teil des Lenkers. Achtung: Wer die Gurte an den Lenkerenden befestigt, kann sie verbiegen und beim Abspannen sollten die Gurte nicht an der Verkleidung scheuern. Auch hinten sollte das geliebte Zweirad in die Feder gezogen sein, damit es sich nicht während der Fahrt selbstständig macht. Der Nachteil an den Anhängern ist, dass sie nur bis Tempo 80 oder 100 zugelassen sind – da kann die Anfahrt schon mal zur Geduldsprobe werden.