Nvidia-Treiber für HD-Video-Beschleunigung unter Linux
Die Auslagerung der Video-Dekodierung in die Grafikkarte entlastet deutlich die CPU.
Die jüngste Beta-Version 180.06 des Nvidia-Grafiktreibers für Linux unterstützt das in Nvidia-Grafikkarten und -Chipsätze integrierte HD-Video-Beschleunigungs-API VDPAU (Video Decode and Presentation API for Unix). Benchmark-Spezialist Phoronix, bekannt für seinen Linux-Benchmark Phoronix Test Suite (PTS), hat die Video-Performance des Treibers bereits getestet.
Als Video-Player verwendete Phoronix die aktuele SVN-Version des Mplayers und erweiterte die Video-Bibliotheken libavcodec, libavutil, und ffmpeg mit den entsprechenden VDPAU-Patches. Gemessen wurde die Systemauslastung beim Abspielen eines H.264-Videos, das auch Nvidia als Beispiel-Video referenziert, unter Verwendung von GL2, X-Video sowie VDPAU auf einem Core-2-Duo-Prozessor mit 3 GHz Taktfrequenz und einer Nvidia GeForce 9800GTX mit 512 MByte RAM als Ausgabegerät.
Im Ergebnis ist deutlich zu sehen, wie durch die Verlagerung der Video-Dekodierung vom Prozessor in die Grafikkarte mittels VDPAU die Lastspitze auf rund 20 Prozent gegenüber der Auslastung bei GL2 und X-Video sinkt, wo die CPU die gesamte Dekodierung übernimmt. Damit sinken die Hardware-Anforderungen für die Wiedergabe hochauflösender Videos drastisch. Erforderlich ist lediglich eine halbwegs aktuelle Nvidia-Grafikkarte oder ein Nvidia-Mainboard-Chipsatz mit einer Pure-Video-HD-Einheit sowie ein Video-Player, der Nvidias VDPAU-API nutzen kann. (mid)