Ein Opel von Chevrolet
Bislang war der Opel Agila ein Suzuki, in der erster Generation der Wagon R, seit 2008 der Splash. Doch die Zusammenarbeit mit den Japanern findet demnächst ihr Ende. Opel holt den dritten Agila aus Südkorea von der General-Motors-Tochter Daewoo. Hier erste Bilder
München, 12. Mai 2014 – Der Agila ist ein Held des Alltags. Seit 14 Jahren und zwei Generationen findet er Kunden, die gerne hoch sitzen, Platz und vier Türen wollen, aber mit einem Stadtflitzer zufrieden sind. In gewisser Weise ein Kontrapunkt zum lifestyligen Adam also. Doch jetzt wird es spannend - denn Erlkönigbilder des kommenden Agila zeigen einen Chevrolet.
Weiter nach Westen
Bislang war der Opel Agila ein optisch geringfügig geänderter Suzuki, in der erster Generation der Wagon R, seit 2008 der Splash. Doch die Zusammenarbeit mit den Japanern findet demnächst ihr Ende. Opel holt den dritten Agila aus Südkorea von der General-Motors-Tochter Daewoo, die den bei uns als Chevrolet Spark bekannten Kleinstwagen baut. Dessen Nachfolger wird künftig zum Opel, aber sehr wahrscheinlich rund zehn Zentimeter kürzer als der aktuelle, 3,74 Meter lange Agila sein.
Ein Opel von Chevrolet (7 Bilder)

Opel testet den nächsten Agila - noch ist er gut getarnt.
Die Logik dahinter: Chevrolet zieht sich zum Jahreswechsel 2015/16 aus Europa zurück. Eines ihrer beliebtesten Modelle ist der Spark. In diese Nische rückt Opel mit dem neuen Agila, auch weil so die oft mit Opel verbundenen Chevrolet-Händler einige ihrer Kunden bei der Stange halten können. Die Rüsselsheimer selbst bekommen einen Stadtflitzer, der preislich deutlich attraktiver positioniert wird als der bei fast 11.000 Euro startende aktuelle Agila. Davon profitiert Opel gleich mehrfach: Mit dem neuen Wagen kann der bei der Konkurrenz übliche Einstiegspreis von knapp unter 9000 Euro angeboten werden, wie etwa beim Skoda Citigo oder Citroën C1. Gleichzeitig liegt der Agila dann preislich weniger dicht am Adam. Und zu guter Letzt werden neue Kunden in die Opel-Autohäuser gelockt, die bei späteren Käufen vielleicht zu Corsa oder Astra greifen. Die Premiere der dritten Agila-Generation könnte auf dem Genfer Autosalon im März 2015 stattfinden. (fpi)