Sony Ericsson bringt "Unbegrenzte Unterhaltung"

Sony Ericsson stellt neue Multimedia-Handys vor. Auch die im Februar vorgestellte Designstudie Idou kommt im Herbst auf den Markt.

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Der unter Finanznöten leidende Handy-Hersteller Sony Ericsson bringt seine im Februar als Idou angekündigte Designstudie mit einer 12-Megapixel-Kamera unter dem Namen Satio auf den Markt. Gleichzeitig stellt das Unternehmen weitere Modelle namens Aino und Yari vor; alle drei sollen die bisherigen Fähigkeiten der Walkman- und Cyber-shot-Reihen in einem Gerät vereinen, das Yari soll zusätzlich als Spielkonsole dienen.

Das Satio ist Sony Ericssons neues Flaggschiff. Die umfangreiche Ausstattung findet ihren Höhepunkt in einer 12-Megapixel-Kamera.

Das Satio kommt mit Symbian OS S60 5th Edition, dem Touchscreen-Betriebssystem der Symbian Foundation. Die Bedienung erfolgt über den 3,5 Zoll großen resistiven Touchscreen, der 640 × 360 Pixel darstellt. Das Display ist für Fingerbedienung optimiert, es soll sich jedoch auch mit dem mitgelieferten Stylus bedienen lassen. Auf Befehlseingaben reagiert es mit einer leichten Vibration. Auch beim Fotografieren kommt der Touchscreen zum Einsatz: Tippt man mit dem Finger auf einen Bereich des Bildes im Sucher, fokussiert die Kamera auf diesen. Zusätzlich bietet die Kamera eine Autofokus-Funktion mit Gesichtserkennung, einen Xenon-Blitz und einen Bildstabilisator.

Verbindung mit dem Internet nimmt das Quadband-Handy über EDGE und UMTS auf, für schnelle Up- und Downloads sorgt der Hersteller mittels HSDPA und HSUPA. Weiterhin sind WLAN und Bluetooth an Bord. Der interne Speicher ist mit 128 MByte eher karg bemessen, Sony Ericsson legt jedoch bereits eine 8-GByte-Speicherkarte in den Karton. Beim Speicherkartenslot setzt Sony Ericsson – Überraschung! – erstmals auf das weit verbreitete microSD-Format. Der eingebaute GPS-Empfänger dient in Verbindung mit Google Maps zur Navigation, Media-Player und UKW-Radio zur Unterhaltung.

Sony Ericsson nutzt zwar Symbian OS als Grundlage, hat aber die bei seinen Handys ĂĽblichen Funktionen hinzu programmiert: So kennt das Satio die Playnow-Arena, stellt Album-Cover dar und gibt via TrackId Informationen zu dem Nutzer unbekannten Songs. Das Satio soll im vierten Quartal des Jahres zu einem Preis von 700 Euro auf den Markt kommen.

Sony Ericsson Aino: Slider mit Touchscreen, 8-Megapixel-Kamera und microSD-Slot

Das Aino kommt mit dem gewohnten Betriebssystem von Sony Ericsson, die Entwickler setzen aber auch bei diesem Modell auf microSD-Slot und Touchscreen-Bedienung. Der Slider erhält jedoch zusätzlich reine übliche Wähltastatur. Die Kamera muss mit acht Megapixeln auskommen, und für musikverwöhnte Ohren steht eine 3,5-mm-Klinkenbuchse zum Anschluss hochwertiger Kopfhörer zur Verfügung. Der Bildschirm ist mit drei Zoll etwas kleiner ausgefallen als beim Satio, zudem beträgt seine Auflösung nur 240 × 432 Pixel. GPS und WLAN sind ebenfalls an Bord.

Die mitgelieferte Ladestation lädt nicht nur das Telefon, sondern auch das im Lieferumfang enthaltene Bluetooth-Stereo-Headset. Steckt das Handy in der Ladestation, nimmt es via WLAN Verbindung zu der PC-Software MediaGo auf und synchronisiert die Medieninhalte. Auch auf die in einer Playstation 3 gespeicherten Medien kann man mit dem Aino zugreifen, die Spielkonsole lässt sich zudem mit dem Handy steuern. Das Aino soll ebenfalls im Herbst auf den Markt kommen, den Preis gibt Sony Ericsson mit 550 Euro an.

DasYari möchte nicht nur als Handy dienen, sondern auch die Spielkonsole ersetzen.

Als "Spielgefährte" bezeichnet Sony Ericsson das dritte Handy im Bunde, das Yari. Als Besonderheit stellt der Hersteller die mitgelieferte Gaming-Halterung heraus: Steckt man das Handy in die Halterung, erfasst es die Bewegungen des Benutzers. Dies dient nicht der Steuerung des Handys, sondern zum Spielen, etwa der mitgelieferten Spiele Tennis oder Fitness. Weitere bewegungsgesteuerte Spiele sind Nitro Street Racing und Bowling, für die der Spieler das Handy jedoch in die Hand nimmt und es ähnlich wie eine Wii-Fernbedienung bewegt. Für eher konventionelle Spiele stehen spezielle "Gaming Buttons" zur Verfügung.

Doch auch bei der sonstigen Ausstattung muss sich das Yari nicht verstecken: Es kommt mit einer 5-Megapixel-Autofokus-Kamera, HSDPA und HSUPA, microSD-Slot sowie GPS-Empfänger, der – nicht berührungsempfindliche – Bildschirm ist 2,4 Zoll groß und zeigt 240 × 320 Pixel. Das Yari soll ebenfalls im Herbst erscheinen und 340 Euro kosten.

Weitere Informationen zu den Handys stehen in unserer Handy-Galerie zur VerfĂĽgung, die auch einen Vergleich aller drei neuen Modelle bietet. (ll)