Mobile Luxuslaube

Kleine Wohnmobile sind ein guter Kompromiss für Menschen, die ein Urlaubsfahrzeug mit dem Fahrverhalten eines PKW schätzen. Der Mercedes Marco Polo auf V-Klasse-Basis geht jetzt in die nächste Modellgeneration

vorlesen Druckansicht 3 Kommentare lesen
Der Mercedes Marco Polo ist der neue Camping-Bus auf Basis der V-Klasse und ab dem 29. Juli 2014 bestellbar
Lesezeit: 3 Min.
Von
  • mle

Stuttgart, 9. Juli 2014 – Camping ist mittlerweile so modern, dass sogar Menschen, die sich locker ein gutes Hotel leisten könnten, dabei mitmachen wollen. Sie werden mit ausgesprochen edlen Wohnmobilen bedient. Auf Kleinbus-Basis sind sie ein guter Kompromiss für Menschen, die gern mal unterwegs übernachten, gleichzeitig aber das Fahrverhalten eines PKW schätzen, was man angesichts größerer Formate gut nachvollziehen kann. Zudem kann ein Bus außerhalb der Reisesaison als Van oder Transporter genutzt werden. Der Mercedes Marco Polo von Westfalia ist so einer. Er geht jetzt auf Basis der V-Klasse in seine nächste Modellgeneration.

Die Elektrifizierung nimmt auch im Reisemobil ihren Lauf. Für die meisten Funktionen genügt im neuen Marco Polo ein Tastendruck. Die Lehne der Rücksitzbank beispielsweise: Sie ist zweigeteilt und lässt sich auf jeder Seite elektrisch verstellen. So entsteht ein Einzelbett oder ein 2,03 mal 1,13 Meter großes Doppelbett. Neu sind auch die elektropneumatischen Sitzwangen der Rückbank. Wird die sie zum Bett, entweicht die Luft und eine ebene Liegefläche entsteht. Ein weiteres Bett befindet sich unter dem Aufstelldach aus glasfaserverstärktem Kunststoff und einem Faltenbalg aus blick- und wasserdichtem Textilgewebe. Auch das Aufstelldach lässt sich per Knopfdruck öffnen und schließen.

Mobile Luxuslaube (10 Bilder)

Der neue Marco Polo ist ein Camping-Bus auf Basis der Mercedes-Benz V-Klasse. Bestellbar ist er ab dem 29. Juli 2014.

Kochen und abspülen muss man noch selbst. Die Spüle lässt sich mit Frischwasser aus einem 38-Liter-Tank befüllen. Der Grauwassertank fasst 40 Liter. Die Küchenzeile bietet außerdem einige Verstaumöglichkeiten, einen zweiflammigen Gasherd und einen Kompressor-Kühlschrank mit 40 Liter Stauraum und einer Kühlleistung von bis zu minus 20 Grad. Der gesamte Innenraum des Marco Polo ist mit LED-Technik beleuchtet. Die um 180 Grad drehbaren Vordersitze machen aus dem Wohnraum und dem Cockpit eine Sitzgruppe für alle vier Übernachtungsgäste. Für mehr Naturerlebnis hat der Luxusurlauber zwei Campingstühle und einen Tisch mit an Bord. Das Dinner kann so nach draußen verlegt werden.

Für den Marco Polo steht das aus der V-Klasse bekannte Motorenspektrum bereit, drei Vierzylinder-Diesel mit 136 PS, 163 PS und mit 190 PS. Zudem bietet Mercedes eine Vielzahl von Sicherheits- und Fahrassistenzsystemen an. Ein Parkassistent, eine Rückfahrkamera, Spurhalte- und Totwinkelassistenten sollen das Freizeitmobil so übersichtlich und alltagstauglich machen wie einen Kompaktwagen. Die serienmäßig geschwindigkeitsabhängige Servolenkung soll laut Mercedes zudem die Wendigkeit im Stadtverkehr verbessern.

Einen Preis für den Marco Polo nennt Mercedes noch nicht. Die Markteinführung in Deutschland ist der 29. Juli 2014. Das aktuelle Modell der Freizeit-V-Klasse beginnt bei einem Preis von zirka 55.000 Euro. Das ist zwar nicht billig, aber vergleichbar mit dem wichtigsten Konkurrenten, dem VW T5 California. (imp)