Distinguierte Ergänzung
Mit dem S 65 AMG Coupé kommt der zweite Charakterdarsteller im Programm des S-Klasse-Coupé. Der S 63 AMG gibt den aggressiven Kraftsportler, während der V12 dem Luxuscoupé eine distinguiert-überlegene Aura verleiht
Stuttgart, 14. Juli 2014 – Daimler wird ab September mit dem S 65 AMG wieder eine Version seines Spitzen-Coupés mit AMG-V12-Technik verkaufen. Es ergänzt das S-Klasse Coupé-Programm sehr passend – trotz eines nur kleinen Leistungsunterschieds zum S 63 AMG.
Grundsätzlich verschiedene Charaktere
Bereits das 500er Mercedes S-Klasse Coupé bietet 455 PS. Mit dem S 63 AMG ist noch einmal ein großer Leistungssprung auf 585 PS möglich, inklusive weiter gesteigertem Luxus und permanentem Allradantrieb. Ausschließlich an der Leistung gemessen, bietet der neue S 65 AMG mit 630 PS also nur unwesentlich mehr und ist noch nicht einmal mit Allradantrieb verfügbar. Wer allerdings den S 65 AMG per Leistungsvergleich mit dem S 63 misst, hat den wichtigsten Unterschied zwischen beiden nicht verstanden: ihre grundsätzlich verschiedenen Charaktere. Daimlers Spitzen-Mercedes mit AMG-Technik spielt daher in einer vollkommen anderen Liga.
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(Bild: Daimler AG)
Während der Achtzylinder hörbar den lustvoll schwer arbeitenden Sportler gibt und damit zusätzliche Emotionen freisetzt, holt der S 65 AMG seine Kraft diskret aus zwölf Zylindern und bietet mit nichtendenwollender Elastizität das Erlebnis einer mühelosen, sich fast unerschöpflich anfühlenden Beschleunigung. Von null auf Tempo 100 in 4,1 Sekunden wie an einem bis zum Horizont reichenden Gummiband gezogen, das wirkt in einem voll ausgestatteten, schweren und leisen Luxuscoupé annähernd irreal.
Großen Anteil daran hat das Speedshift-MCT-Sportgetriebe mit sieben Gängen, das auf Daimlers bekanntem Siebengang-Automatikgetriebe beruht, allerdings wurde es von AMG mit einer Anfahrkupplung statt eines herkömmlichen Drehmomentwandlers ausgestattet. Sie ist kompakter und leichter. Ihre geringeren rotierenden Massen lassen das MCT nicht nur schneller schalten, sondern begünstigen auch ein spontaneres Ansprechverhalten. Die Planetenradsätze werden weiterhin per Lamellenkupplung geschaltet, wie in jeder normalen modernen Wandlerautomatik. Damit bekommt der „Fliegende Teppich“, der das S-Klasse-Coupé ja auch sein kann, noch einmal sehr passend gesteigerte Qualitäten. Auch, wenn "Teppich" und "Sport" zunächst fast gegensätzlich klingen.