Big in the USA
Ab 2016 soll ein großes SUV die Produktpalette von VW nach oben erweitern. Es soll den Touareg in jeder Hinsicht übertreffen. Dafür investiert der Konzern gerade kräftig in seine amerikanischen Werke. Nach Europa wird der Koloss wohl nicht kommen
Wolfsburg 15. Juli 2014 – Andere Märkte, andere Vorlieben: Hierzulande sind SUVs ab einer gewissen Größe nur noch schwer vermittelbar. Kleine und mittlere Modelle werden den deutschen Händlern massenhaft abgenommen, ausladende Exemplare gelten dagegen als sozial unverträglich. In Teilen Asiens und Amerikas ist Gigantismus jedoch kein Kaufhindernis, im Gegenteil. Und so ist es kein Zufall, dass VW ein SUV oberhalb des wahrlich nicht schmächtigen Touareg für Nordamerika bauen will. Nach Europa kommt der Koloss wohl nicht.
Über dem Touareg
Einen ersten Vorgeschmack liefert die Studie CrossBlue, die im Januar 2013 auf der Autoshow in Detroit zu sehen war. Sie soll den Touareg übertreffen. Der ist knapp 4,80 Meter lang, das neue Riesen-SUV dürfte also mindestens fünf Meter lang werden. Denn die Nachfolger von Tiguan und Touareg sollen ebenfalls kräftig zulegen. Platz soll für bis zu sieben Personen sein. An Komfort und Assistenzsystemen dürfte das neue SUV alles mit auf den Weg bekommen, was der Konzern zu bieten hat. 2016 soll es auf den Markt kommen.
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Die Studie CrossBlue wird Realität: Volkswagen hat die Produktion für den US-Markt beschlossen.
Trotz großflächiger US-Tempolimits ist rechnen wir nicht mit kleinen Motoren. Da der Verbrauch aber zunehmend auch in den USA ein Faktor bei Kaufentscheidungen wird, bekommt das SUV neben den obligatorischen, kräftigen Verbrennern auch Hybridantriebe. Die Studie CrossBlue Coupé beherbergte ein Plugin-Hybridantrieb mit einem V6-Turbobenziner und zwei Elektromotoren mit einer Systemleistung von 415 PS. Die genaue Strategie ist freilich noch streng geheim.
Sondermodelle
Volkswagen will seinen Marktanteil in den USA weiter ausbauen. Dabei helfen sollen verkürzte Modellzyklen und Sondermodelle, die sich "an den Wünschen der Kundschaft orientieren", so VW-Entwicklungsvorstand Dr. Heinz-Jakob Neußer im Januar 2014 auf der Automesse in Detroit. Gänzlich neu klingen diese Rezepte nicht, doch was andere Hersteller erfolgreich vorgemacht haben, muss ja nicht zwangsweise neu erfunden werden. (mfz)