Lenovo Vibe X2: Sparsamer und schneller mit acht Kernen
Das Vibe X2 von Lenovo ist das erste Smartphone mit Cortex-A17-Kernen. Die sollen sparsamer als aktuelle High-End-Chips sein, aber fast genauso schnell. Beim Gehäusedesign geht Lenovo ungewöhnliche Wege.
Lenovo hat auf der IFA zwei neue Smartphones vorgestellt. Highlight ist das 400 Euro teure Lenovo Vibe X2, in dem ein neuer Prozessor mit acht gleichzeitig arbeitenden Kernen steckt. Die Kerne in dem Mediatek-Chip basieren auf dem neuen Cortex-A17-Design von ARM, das ähnlich schnell sein soll wie aktuelle High-End-Kerne, dabei aber weniger Energie verbraucht.
Der Mediatek MT6595 hat acht Kerne mit 2 GHz Takt, vier Cortex-A17 und vier langsamere Cortex-A7, die alle gleichzeitig aktiv sein können. Bei vielen anderen aktuellen Achtkern-Prozessoren wechseln sich bisher die vier sparsamen mit den vier schnellen Kernen ab, je nach Leistungsbedarf. Die CPU im Vibe X2 arbeitet dagegen falls nötig mit allen acht Kerne, die per HMP (Heterogeneous Multi-Processing) flexibel zu- und abgeschaltet werden können. Laut einiger bereits durchgesickerter Benchmarks reicht das um aktuelle High-Chips wie den Qualcomm 800 abzuhängen.
Auch sonst steckt im Gehäuse ansprechende Hardware. Auf dem 5-Zoll-Display versammeln sich 1920 × 1080 Pixel, der Arbeitsspeicher ist 2 GByte groß und der WLAN-Chip beherrscht 11ac. Stolz ist Lenovo auf das Gehäusedesign, das aus drei Schichten bestehen soll. Je nach Farbe der Rückseite ändern sich auch die Farben des Rahmen. Vier verschiedene Plastikrückseiten stehen zur Wahl, eine weitere aus Bambus soll folgen. Wechseln kann man die Rückseite allerdings nicht.
Lenovo Vibe X2 (7 Bilder)

Lenovo Vibe X2 Vorderseite
Der interne Speicher ist 32 GByte groĂź, ein SD-Slot fehlt. Mobil wird ĂĽber das im SoC integrierte LTE-Modem gefunkt, in Asien werden zwei SIM-Karten unterstĂĽtzt, im Rest der Welt eine. Das 120 Gramm schwere Smartphone ist circa 7,3 Millimeter dick.
Ebenfalls neu ist das Vibe Z2, ein 5,5 Zoll großes Phablet mit 64-Bit-Prozessor. Dessen vier Kerne sind mit 1,2 GHz getaktet. Die Auflösung ist vergleichsweise gering mit 1280 × 720 Pixeln. Kosten soll das Gerät 430 US-Dollar. Beide Geräte haben eine 13 Megapixel-Kamera an der Rückseite und eine 5 Megapixel-Kamera an der Front. Als Betriebssystem kommt Android 4.4 zum Einsatz mit einer deutlich angepassten Oberfläche.
Allerdings wird keines der Geräte nach Deutschland kommen. Trotz diverser Ankündigungen sind Smartphones von Lenovo in Westeuropa und Nordamerika weiterhin nicht erhältlich. Nach dem Kauf von Motorola ist es zudem wahrscheinlich, dass man sich auf diesen Märkten auf die Geräte der dort etablierten Marke konzentriert. (asp)