BMWs kleinste Stufe

Die drei deutschen Hersteller Mercedes, Audi und BMW belauern sich in nahezu allen Segmenten, eine BMW-1er-Limousine mit Stufenheck als Konkurrenz zu Audi A3 und Mercedes CLA ist also keine Überraschung. Derzeit ist die dann kleinste BMW-Limousine als Erlkönig unterwegs

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BMW testet derzeit einen 1er mit Stufenheck.
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München, 8. September 2014 – Die drei deutschen Hersteller Mercedes, Audi und BMW belauern sich in nahezu allen Segmenten, eine BMW-1er-Limousine mit Stufenheck als Konkurrenz zu Audi A3 und Mercedes CLA ist also keine Überraschung. Derzeit ist die dann kleinste BMW-Limousine als Erlkönig unterwegs.

Da der 1er mit Stufenheck technisch keine Überraschung wird, könnte die Vorstellung ziemlich rasch erfolgen. Wir rechnen mit einer offiziellen Premiere spätestens auf der IAA 2015 in Frankfurt. Die Zutaten sind alle bekannt: Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die UKL-Plattform verwendet. Das würde ein ähnliches Layout wie beim 2er Active Tourer bedeuten: Frontantrieb, an der Basis aufgeladene 1,5-Liter-Dreizylinder, darüber Zweiliter-Vierzylinder mit bis zu 231 PS. Dazu könnten die Dieselmotoren kommen, die aktuell in Mini und 2er Active Tourer eingebaut werden. Sie leisten 95, 115, 150 und 170 PS. Eher unwahrscheinlich scheint uns die Verwendung der aktuellen 1er-Plattform. Sie gilt intern als Auslaufmodell, denn der nächste 1er soll ab 2018 ebenfalls auf der UKL-Basis fahren.

BMWs kleinste Stufe (11 Bilder)

BMW testet derzeit einen 1er mit Stufenheck.

Die 1er-Limousine würde damit den wichtigsten Konkurrenten von Audi und Mercedes technisch ähneln. Auch sie bieten Frontantrieb und aufgeladenen Vierzylinder. Dreizylinder sind für beide in naher Zukunft geplant. Einen großen Unterschied gibt es bei den äußeren Abmessungen: der CLA ist mit 4,63 m deutlich länger als der A3 mit 4,46 m. Wir vermuten, dass der 1er, der ähnlich konservativ gestaltet ist wie der A3, mit etwa 4,40 m einen ordentlichen Abstand zum 3er hält – schließlich will man dem Bestseller nicht unnötig interne Konkurrenz machen.

Nur für den deutschen Markt würde wohl kein Hersteller diesen Aufwand betreiben, denn hierzulande blieb der Erfolg der kleinen Stufenhecks bislang eher überschaubar. Doch die entscheidenden Schlachten um Marktanteile werden längst auf anderen Märkten geschlagen: In Osteuropa und Asien scheinen noch auf Jahre hinaus Zuwachsraten möglich, die hier undenkbar sind. Und genau dort sind kompakte Stufenhecks von Herstellern, mit denen ein gehobenes Image verbunden wird, ein Erfolgsgarant. (mfz)