Wachszelle

Ein halbes Jahr nach den "zivil" motorisierten Modellen wird nun auch der Polo GTI leicht überarbeitet. Äußerlich verändert er sich kaum, dafür kommt ein neuer Motor mit deutlich mehr Hubraum. Statt 1,4 hat der Polo GTI nun 1,8 Liter, Die Leistung steigt nur marginal auf 192 PS

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Ein halbes Jahr nach den "zivil" motorisierten Polos bekommt nun auch der der Polo GTI ein Facelift.
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Wolfsburg, 18. September 2014 – Vor ziemlich genau 29 Jahren stellte VW einen Polo vor, der mit 115 PS aus nur 1,3 Litern Hubraum für Furore sorgte. Der Polo GT G40 hatte seine Literleistung von 88 PS einem G-Lader zu verdanken. Inzwischen sind Literleistungen von mehr als 100 PS in braven Gebrauchsmotoren nichts Exotisches mehr – Downsizing sei Dank. Im gerade überarbeiteten Polo GTI sinkt sie nun etwas wieder, denn VW spendiert dem Vierzylinder zwar 0,4 Liter mehr Hubraum, die Leistung steigt aber nur um 12 auf nun 192 PS. Deutlicher ist der Anstieg beim Drehmoment: 320 statt 250 Nm.

Die Fahrleistungen verbessern sich marginal: Statt 6,9 gibt VW nun 6,7 Sekunden für den Sprint auf Tempo 100 an, maximal sollen jetzt 236 statt 229 km/h möglich sein. So oder so reichen beide Werte locker aus, um so manches Fahrzeug der Mittelklasse locker hinter sich zu lassen. Bisher hat Volkswagen im NEFZ 5,9 Liter versprochen, für die neue Maschine gibt es noch keine Angabe. Glaubt man den Angaben auf Spritmonitor, schaffen es etliche Polo-GTI-Fahrer immerhin mit rund 7 Litern 100 Kilometer weit. Da wir davon ausgehen, dass nur die wenigsten GTI-Fahrer ihre Fahrzeugwahl getroffen haben, um gemütlich und möglichst verbrauchsarm ihr Ziel zu erreichen, sind das sehr gute Werte.

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Ein halbes Jahr nach den "zivil" motorisierten Polos bekommt nun auch der der Polo GTI ein Facelift.

Die Ära der Steuerketten geht auch im Polo GTI zu Ende, der Motor wird auf Zahnriemen umgestellt. VW hat in den vergangenen Jahren reichlich Ärger mit Steuerketten gehabt. Zwischendurch hieß es, nun habe man alles im Griff. Kurz danach wurde auf breiter Front zum Zahnriemen gewechselt. Auch wenn Foren nur einen Ausschnitt präsentieren, hat sich Volkswagen beim Thema Steuerketten in jüngerer Vergangenheit keine Freu(n)de gemacht.

VW überlässt künftig den Kunden die Wahl, ob sie selber schalten oder schalten lassen wollen. Serienmäßig hat der überarbeitete Polo GTI ein manuelles Schaltgetriebe, gegen Aufpreis wird ein DSG eingebaut. Was VW für den schnellsten Serien-Polo verlangt, soll erst auf der Messe in Paris verraten werden. Kurz danach kann der Polo GTI auch bestellt werden, wobei noch offen ist, wann die ersten Fahrzeuge ausgeliefert werden. Bisher kostete er mindestens 22.925 Euro, durch den Verzicht auf das serienmäßige DSG könnte der Preis sogar leicht sinken. (mfz)