Wegen Beats-Kopfhörern: Football-Star muss 10.000 US-Dollar Strafe zahlen
Nachdem NFL bereits angekündigt hatte, Geräte der Apple-Tochter auf dem Spielfeld zu ächten, weil sie kein Sponsor ist, setzt sie die Maßnahme nun durch. "49ers"-Quarterback Colin Kaepernick hatte die hippen Hörer bei einer Pressekonferenz getragen.
Was die National Football League (NFL) ankündigt, setzt sie auch um: Weil der Starspieler Colin Kaepernick von den "49ers" aus San Francisco bei einer Pressekonferenz nach einem Spiel am vergangenen Sonntag Kopfhörer der Apple-Tochter Beats getragen hatte, muss er nun 10.000 US-Dollar Strafe zahlen. Hintergrund der Zwangsmaßnahme ist die Tatsache, dass die NFL einen Sponsorenvertrag mit dem Beats-Konkurrenten Bose hat.
Entsprechend verboten ist es für Spieler und Trainer, "Fremdprodukte" während im Fernsehen zu sehender Partien zu tragen. Und das gilt auch für Interviews, hatte die NFL vor wenigen Tagen bekräftigt. Kaepernick hatte bei der Pressekonferenz ein Exemplar seiner Beats-Kopfhörer in Rosa getragen – offensichtlich im Gedenken an den Kampf gegen Brustkrebs.
(Bild: Twitter / ESPN )
Kaepernick bestätigte am Donnerstag gegenüber dem Sender ESPN die Strafe im fünfstelligen Bereich. Ob Beats die Summe übernommen habe, wollte der Quarterback allerdings nicht mitteilen: "Die Frage lasse ich unbeantwortet."
Beats geht im Sport marketingtechnisch bei seinen Produkten clever vor: Die Firma sponsert einzelne Spieler, aber nicht die Liga, was viel teurer wäre. So zeigt eine aktuelle TV-Werbung Kaepernick, ohne die NFL auch nur zu erwähnen. Ganz ähnlich hatte Beats auch schon während der Fußball-WM in Brasilien agiert, obwohl dort Sony offizieller "Kopfhörersponsor" war. (bsc)