Zwergenkönig

Ein sehr eigenwilliges Auto-Experiment war der von 1965 bis 1966 gebaute Peel Trident. Kürzlich neu aufgelegt, setzten verrückte Briten jetzt noch einen drauf und stellten den bisher schnellsten Trident auf die Beine

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Peel und Mitglieder der "DIY gas turbine" haben einem Peel Trident mittels Gasturbine die Sporen gegeben
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Von
  • mle

Santa Pod (Großbritannien), 30. Oktober 2014 – Alljährlich treffen sich die Freunde des Dragster-Rennsports auf dem Santa Pod Raceway zwischen London und Birmingham zur "Flames and Thunder"-Veranstaltung. Dort fährt alles, was schnell, laut und, wenn möglich, von Turbinen befeuert wird. Ein normaler Peel Trident, der von einem 0,05-Liter-Benziner mit 4,2 PS angetrieben eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h erreicht, gehört nicht gerade zu den klassischen Vertretern dort. Das wollten die Peel-Ingenieure zusammen mit den Mitgliedern des „DIY gas turbin“-Vereins widerlegen und erschufen aus diesem Anlass auf Basis des kleinen Zweisitzers einen winzigen Turbinen-Wagen.

Der Peel Trident wurde kürzlich neu aufgelegt. Vom Original wurden zwischen 1965 und 1966 ungefähr 45 Stück gebaut. Der Rekordhalter ist auf vier statt wie in der Serie auf drei Rädern unterwegs. Das Chassis wurde grundlegend geändert. Die Karosserie sitzt auf einem modifizierten Gitterrohrrahmen, die Bodenfreiheit beträgt nur noch zwei Zentimeter und die Verzögerung wird von Siebenzoll-Bremsscheiben gewährleistet. Die Scheiben sind nötig, denn das 50-cm3-Motörchen flog raus, rein kam eine Gasturbine. Die Kompressor- und Turbinen-Sektion wird von einem Holset HX80 gebildet, die Einspritzung kommt von Bosch und die Brennkammer wurde aus einem alten Feuerlöscher geschweißt. Kein Wunder, dass da keiner genau weiß, wie viel Leistung die Turbine letztendlich entwickelt.

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Peel und Mitglieder der "DIY gas turbine" haben einem Peel Trident mittels Gasturbine getunt.

Die unbekannte Kraftentfaltung hat es aber geschafft, den Turbinen-Trident bei nur zwei Testfahrten zum schnellsten Peel der Welt zu machen. Im ersten Lauf schaffte der Kleine 105 km/h in der Spitze, im zweiten standen sogar 126 km/h auf der Uhr. Die erreichte Höchstgeschwindigkeit soll erst der Anfang sein. Im Frühjahr sollen die Tests fortgesetzt werden, dann sollen bis zu 145 km/h drin sein. Der Verbrauch ist schon jetzt alles andere als zwergenhaft: Neun Liter Kerosin wurden in nur drei Minuten verbraucht. (imp)