Automatische Flugüberwachung für Drohnen
Eine amerikanische Firma arbeitet an einem System, mit dem sich kommerzielle Drohnenflotten überwachen lassen. Das soll Sportflieger schützen.
Im Luftraum wird es eng – kommerzielle Drohnen erobern den Himmel. Setzt sich der Trend fort, wird es bald kompliziert. Die US-Firma Airware, die Hard- und Software für die Steuerung von Drohnen herstellt, arbeitet nun mit der Nasa daran, künftige kommerzielle Schwärme in den Griff zu bekommen, berichtet Technology Review in seiner Dezember-Ausgabe (seit Donnerstag am Kiosk oder online zu bestellen. Das auf vier Jahre angesetzte Programm soll verschiedene Wege aufzeigen, wie sich die autonomen Fluggeräte in die hoch reglementierte Luftüberwachung eingliedern lassen. Denn klar ist jetzt schon: Die Technik lässt sich nicht mehr zurückdrängen.
Vom Erfolg dieses Projektes könnte die weitere Verbreitung von kommerziellen Drohnen abhängen – auch in Deutschland. "Wir werden widerstrebende Interessen bei der Nutzung des Luftraums haben", sagt Jesse Kallman, Entwicklungschef bei Airware. "Stellen Sie sich vor, Amazon versucht Pakete auszuliefern in einer Gegend, in der ein Stromversorger gerade seine Hochspannungsleitungen kontrolliert."
In späteren Projektphasen soll die Software Drohnen auch aktiv im Flug beeinflussen können. Voraussetzung dafür ist ein verlässlicher Kommunikationskanal. Airware sieht im Mobilfunk die beste Option, weil die Funkausrüstung konventioneller Luftfahrzeuge zu sperrig wäre. Über das Handynetz könnte man beispielsweise Schwärmen befehlen, sich aufzuteilen, wenn Flotten verschiedener Betreiber in der gleichen Gegend unterwegs sind. Oder eine Drohne würde das Kommando zur Umkehr oder sofortigen Landung bekommen, wenn sie ihre freigegebene Flugroute verlässt. Die Anweisungen können dabei je nach Situation variieren, sagt Airware-Chef Jonathan Downey – etwa danach, wie schwer eine Drohne oder wie nahe sie an bewohntem Gebiet ist.
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(bsc)