CES: OCZ zeigt NVMe-SSDs
Die nächste Generation von SSDs mit NVMe-Schnittstelle wirft ihre Schatten voraus: Die Toshiba-Sparte OCZ plant Modelle im 2,5-Zoll- und M.2-Format.
Die kommenden 2,5-Zoll-SSDs von OCZ glänzen mit beeindruckenden Leistungsdaten: Bis zu 3,2 TByte Speicherplatz, bis zu 3 GByte/s Leserate und 700.000 IOPS. Wer dabei das nächste Notebook-Upgrade im Hinterkopf hat, wird allerdings enttäuscht, denn anstelle eines SATA-Konnektors ist ein SFF-8639-Stecker vorhanden, über den vier PCIe-3.0-Lanes laufen. Passende Gegenstellen gibt es nur in Server-Racks, wo die Enterprise-SSD mit satten 25 Watt Abwärme auch besser aufgehoben ist.
Der NVMe-Controller mit dem Codenamen Princeton stammt von PMC-Sierra; die Firmware hat OCZ jedoch selbst optimiert. Die Firma PMC, zu der unter anderem auch Adaptec gehört, hat 2013 die NVMe-Sparte von IDT übernommen und entwickelt die Flashtec-Chips weiter. Derzeit sind die beiden Controller Flashtec PM8604 NVMe1032 und PM8602 NVMe1016 mit 32 beziehungsweise 16 Kanälen im Angebot. Die NAND-Flashes stammen bei OCZ seit der Übernahme durch Toshiba von der Mutterfirma.
Alternativ hat OCZ auch SSDs mit dem hauseigenen NVMe-Controller JetExpress in Arbeit, die es wahlweise im 2,5-Zoll- oder im M.2-Format geben wird. Die M.2-Modelle wiederum sollen in Business- und in Consumer-Versionen kommen; letzteren fehlen unter anderem Ultrakondensatoren, die Energie speichern, damit Daten im Cache bei Stromausfall noch weggeschrieben werden können. Auch hier fließen die Daten über vier PCIe-3.0-Lanes, weitere technische Daten nennt OCZ noch nicht. Als voraussichtlicher Liefertermin wurde uns vorsichtig die zweite Jahreshälfte genannt. (mue)