Underdog

Action-Kameras gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Uns ist die Drift Stealth 2 angespült worden, die sich mit praktischen Details, guter Bildqualität und einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis beliebt macht

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Stuttgart, 21. Januar 2015 – Die Drift Stealth 2 klingt auf dem Papier interessant: Preis im Mittelfeld der Action Cams, dem Eindruck nach gutes Bild, Dashcam-Modus, Pragmatismus. Deshalb ein kurzer Test, vorherige Referenzpunkte GoPro und Garmin VIRB Elite. Eine Action-Cam muss vor allem in zwei Kerndisziplinen punkten: Sie muss praktisch sein, und sie muss brauchbares Filmmaterial liefern.

Das von der Stealth gelieferte Material bewerte ich über den Daumen gepeilt auf Par mit dem von GoPro. Wie die meisten Action Cams zeichnet das Gerät in 1080p @ 25/30 fps auf oder in 720p in 50/60 fps. Der Umschalter steht im Menü "PAL/NTSC". Für die Jüngeren: Das waren mal Normen zur Übertragung analogen Fernsehens, deren Technik bestimmte Auflösungen und Bildwiederholfrequenzen vorschrieb. Deshalb steht bis heute "PAL" im Volksgedächtnis für 25 oder 50 fps. Aber zurück zum Thema: Den üblichen Fotomodus bietet natürlich auch die Stealth, bei einer Auflösung von bis zu 4000 x 3000 Pixeln. Das Bild sieht mir aber hochgerechnet aus. Ebenfalls wie bei GoPro gibt es schließlich noch einen Intervall-Fotomodus, der alle 3 Sekunden ein Bild in 3 MP aufnimmt, wahrscheinlich die native Auflösung des Chips, und einen Bildserienmodus (3 Bilder in 1 Sekunde) in derselben Auflösung.

Underdog (3 Bilder)

Fast halb so klein wie die Vorgängergeneration, dafür ohne Vorschaubildschirm. Eine Vorschau gibt die kostenlose App über WLAN.

(Bild: Drift)

Außer beim guten Bild punktet das Drift-Gerät beim Praktischsein. Es gibt zum Beispiel außer eigene Halterungen auch Adapter für das verbreitete GoPro-Zubehör. Drift hat natürlich auch ein Standard-Stativgewinde ins Gehäuse gesetzt. Vorne an der Linse kann man den Aufnahmewinkel stufenlos um rund 300° drehen. Es gibt kein Vorschaudisplay, nur eins für den Gerätestatus. Allerdings gibt es eine App, die sich per WLAN verbindet, und die zeigt ein Vorschaubild. Außerdem funktioniert sie als Fernsteuerung, auch für die Einstellungen. Nachteil: Bis das Vorschaubild auf dem iPhone-Display angekommt, vergeht eine Sekunde. Für Basics wie Position einstellen langt das, als echter Monitor ist es zu langsam. Die WLAN-Verbindung frisst auf der Kameraseite außerdem enorm Akkulaufzeit.

Zusätzlich gibt es eine Zweiknopf-Fernbedienung, wie die Kamera spritzwasserdicht, mit Status-LED-Anzeigen. Die zeigte sich praktischer als vermutet. Im Test trug ich sie am Arm, um am Lenkrad drehend die Kamera auf der Motorhaube an und aus zu schalten. In der Hektik des Gekurbels funktioniert das zuverlässiger als auf dem Smartphone herumwischen.