Im Weihachtsgeschäft klingelte die Kasse vor allem bei Apple
Ein Analyst hat sich die operativen Gewinne ausgewählter Smartphone-Hersteller angesehen: Im Schlussquartal 2014 hat Apple demnach den Löwenanteil des kumulierten Betriebsergebnisses der Hersteller eingefahren.
(Bild: dpa, Julian Stratenschulte/Symbol)
Im Schlussquartal 2014 ist nach den Berechnungen der Investmentbank Canaccord-Genuity ein Großteil des operativen Gewinns ausgewählter Hersteller auf Apple entfallen. Cannacord-Analyst Michael Walkley beschränkt sich in seiner Analyse auf Apple, Blackberry, HTC, Lenovo, LG, Microsoft, Samsung und Sony, blendet einige nach Marktanteilen starken chinesischen Hersteller also aus. 93 Prozent des addierten operativen Gewinns der insgesamt acht Hersteller entfielen im vierten Quartal 2014 demnach auf Apple. Im Gesamtjahr 2014 habe der Konzern knapp 80 Prozent des operativen Gewinns der Gruppe verbucht.
Im Unterschied zum restlichen Markt konnte sich Apple bislang einem Preiskampf entziehen – im zurückliegenden Quartal ist der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) eines iPhones auf 687 Dollar gestiegen. Zu dem höheren ASP dürfte das um 100 Dollar teurere iPhone 6 Plus ebenso beigetragen haben, wie die Aufteilung des Speicherplatzangebotes in Modelle mit 16, 64 und 128 GByte Kapazität: Viele Käufer haben wohl gleich zur mittleren – und ebenfalls um 100 Dollar über dem Einstiegsmodell liegenden – Ausführung gegriffen.
Nach Ansicht von Canaccord setzt sich die hohe iPhone-6-Nachfrage im weiteren Verlauf des Jahres fort, da bislang nur 15 Prozent der auf gut 400 Millionen geschätzten iPhone-Nutzer auf eines der neuen Modelle umgestiegen – diese Prozentzahl nannte auch Apple-Chef Tim Cook. Die Analysten gehen davon aus, dass die Zahl der iPhone-Nutzer bis zum Jahresende bei knapp 490 Millionen angelangt. (lbe)