Duell im Duo

Die beiden Silberpfeil-Fahrer sind ganz unterschiedliche Typen, aber auf ähnlichem Leistungsniveau. Auf die Startnummer 1 hat Lewis Hamilton verzichtet. Einen Nummer-1-Status bekommt der Weltmeister bei Mercedes auch nicht. Freie Fahrt also für Herausforderer Nico Rosberg

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Formel 1
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  • dpa
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Melbourne, 9. März 2015 – Nico Rosberg muss bei seiner Revanche in der diesjährigen Formel1-WM gegen Formel-1-Titelträger Lewis Hamilton auf keine Sonderregeln Rücksicht nehmen. Sein britischer Teamrivale verzichtet nicht nur auf die Nummer 1 auf seinem Mercedes W1 06. Er bekommt vom Team auch keinen Nummer-1-Status. „Wir starten die Saison wie im vergangenen Jahr: Mit zwei Fahrern auf Augenhöhe, die auch so behandelt werden“, betonte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff in einem Interview der dpa vor dem Saisonauftakt an diesem Wochenende mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne.

Hamilton vs. Rosberg, es war das Duell der vergangenen Saison. Immer hart, bisweilen auch über die Grenzen dessen hinaus, was die Teamleitung tolerieren konnte. Nach dem Zusammenstoß der beiden Mercedes in Belgien mussten die Fahrer zum Rapport, Rosberg entschuldigte sich öffentlich. Er hatte mit seinem Wagen einen Reifen von Hamiltons Auto aufgeschlitzt. Mit der zuvor oft beschworenen Kart-Kumpel-Freundschaft war es danach endgültig vorbei.

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Lewis Hamilton (hier in Barcelona) wird nicht als Nummer 1 behandelt werden und möchte es auch nicht.
Der 30 Jahre alte Fahrer stieg 2007 in die Formel 1 ein und wurde bereits 2008 Weltmeister. Er bestritt bislang 148 Grands Prix. (Bild: Daimler)

Auch 2015 führt vermutlich kein Weg den beiden Mercedes-Piloten vorbei. „Ich plane so gut zu fahren wie im vergangenen Jahr, aber ich will besser sein“, betonte Hamilton bereits. Und Fußball-Fan Rosberg rief das Rückspiel aus. 11:5 lautete die Sieg-Bilanz in der vergangenen Saison für Hamilton. Im Qualifying aber war Rosberg der Bessere: 11:7 Poles für den gebürtigen Wiesbadener. „Sie sind sich im vergangenen Jahr nichts schuldig geblieben, und das Leistungslevel war auf einem ganz ähnlichen Niveau“, betonte Wolff. Die WM hätte auch andersrum ausgehen können, meinte der Österreicher.

Hamilton vs. Rosberg ist auch ein Duell unterschiedlicher Typen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen. Der 30 Jahre alte Brite musste in der Winterpause die abermalige Trennung von Pop-Sternchen Nicole Scherzinger verkraften. Davon, so betonte er unmittelbar vor dem Auftakt in Down under, will sich Hamilton diesmal aber nicht wieder auf der Strecke beirren lassen. Zu früheren Zeiten wirkten sich die privaten Höhen und Tiefen auch schon mal auf seine Leistung aus.