Halle: Kehrmaschinen kontra Feinstaub

Eine tägliche Straßenreinigung mit Nasskehrmaschinen soll in Halle im Sommer zu einer Reduzierung der Feinstaubbelastung beitragen. Von April bis Oktober solle die besonders betroffene Paracelsusstraße einmal täglich auf diese Weise behandelt werden, um den Feinstaub zu binden

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Mercedes-Benz Atego mit Bucher Schörling-Aufbau als Kehrmaschine

(Bild: Daimler)

Eine tägliche Straßenreinigung mit Nasskehrmaschinen soll in Halle im Sommer zu einer Reduzierung der Feinstaubbelastung beitragen. Von April bis Oktober solle die besonders betroffene Paracelsusstraße einmal täglich auf diese Weise behandelt werden, um den Feinstaub zu binden, teilte ein Stadtsprecher am Mittwoch mit. Zuvor hatte die Mitteldeutsche Zeitung darüber berichtet.

Ähnliche Versuche hatte die Stadt bereits im Jahr 2008 gemacht. Dabei sei festgestellt worden, dass die Nassreinigung „grundsätzlich“ zur Feinstaubbindung führe. „Da die Feinstaubimmission sehr komplexe Ursachen hat und oft nicht direkt von den örtlichen Bedingungen abhängig ist, kann kein exakter Nachweis über den Einfluss der Nassreinigung geführt werden“, räumte der Sprecher ein. Die Deutsche Umwelthilfe bezweifelt die Wirksamkeit solcher Maßnahmen bei anhaltender Trockenheit.

In der Paracelsusstraße in Halle wurden im vergangenen Jahr die Höchstwerte für Feinstaub an 41 Tagen überschritten. Zulässig ist dies nach EU-Vorgaben jährlich aber höchstens an 35 Tagen.

(dpa) (fpi)