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Volkswagen hat seine beiden größten Vans leicht überarbeitet. Technisch tat sich dabei mehr als optisch, was nicht weiter verwunderlich ist, denn beide verkaufen sich noch sehr gut, obwohl sie schon fünf Jahre auf dem Markt sind

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VW, Seat
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Von
  • Martin Franz
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München, 28. April 2015 – Wenn zwei das gleiche tun, heißt das nicht unbedingt, dass der günstigere Kandidat auch der erfolgreichere ist. Ein gutes Beispiel dafür ist das Van-Gespann von Volkswagen, bestehend aus dem VW Sharan und dem Seat Alhambra. Trotz eines signifikanten Preisvorteils des Seats konnte VW im vergangenen Jahr fast 5000 Sharan mehr verkaufen. Da spielt wohl auch eine Rolle, dass beide zu mehr als 80 Prozent an gewerbliche Halter gegangen sind und VW den Sharan dort mit besonderen Leasingkonditionen fördert. Nun sind beide überarbeitet worden.

Die Veränderungen gleichen sich natürlich. Neu sind unter anderem die Radios und Navigationssysteme. Volkswagen hat in beiden auf den zweiten modularen Infotainmentbaukasten (MIB II) umgestellt. Die Navis sollen so schneller booten und rechnen, dazu soll der Touchscreen noch besser als bisher auf Eingaben reagieren. Die Volkswagen-Touchscreens, die uns in jüngerer Vergangenheit unterkamen, gehörten aber ohnehin schon zu den guten. Mit der Umstellung auf den MIB II wurde auch das Zusammenspiel mit Handys verbessert. Via Mirrorlink sollen nun Inhalte von Mobiltelefonen ihren Weg in die Infotainmentanlagen finden, unabhängig davon, ob sie als Betriebssystem Android oder iOS verwenden. Nutzer von Windows Phone und Exoten wie Blackberry OS oder Firefox OS bleiben außen vor.

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VW hat den überarbeiteten Sharan auf dem Autosalon in Genf vorgestellt. Nun kann er bestellt werden. Ab dem 17. Juli soll er bei den Händlern stehen.
(Bild: VW)

Beide bekommen auch einige Assistenzsysteme neu dazu. Dazu gehören die Multikollisionsbremse, die bei einem Unfall automatisch bremst, wenn der Fahrer das nicht mehr kann, und der Berganfahrassistent mit elektrischer Parkbremse. Gegen Aufpreis werden unter anderem Spurhalteassistent, automatische Distanzkontrolle und ein Parklenkassistent angeboten.

Überarbeitet wurden auch die Motoren. Volkswagen verspricht im NEFZ bis zu 15 Prozent weniger. Im Falle des Basisbenziners mit 150 PS mit Schaltgetriebe sollen es statt 7,2 nun 6,4 (VW) bzw. 6,3 (Seat) Liter sein. Er dürfte aber wie bisher hierzulande ein Außenseiter bleiben, genauso wie der ab Juli verfügbare 220-PS-Benziner. Gefragt sind in Deutschland vor allem die Dieselmotoren. Angeboten werden drei, die 115, 150 und 184 PS leisten. Die beiden stärkeren sind gegen Aufpreis auch mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe zu haben.