BMW: Reithofer wechselt in den Aufsichtsrat

BMW-Chef Norbert Reithofer hat am Mittwoch (13. Mai) seinen letzten Arbeitstag als Vorstandsvorsitzender. Auf der Hauptversammlung werden ihn die Aktionäre aller Voraussicht nach in den Aufsichtsrat von BMW wählen. Dort wird er wohl noch am Mittwoch zum Vorsitzenden gewählt

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Norbert Reithofer ist seit 2006 Vorstandsvorsitzender der BMW AG.

(Bild: BMW)

BMW-Chef Norbert Reithofer hat an diesem Mittwoch seinen letzten Arbeitstag, zumindest als Vorstandsvorsitzender. Beschäftigungslos wird der Manager aber danach nicht sein. Auf der Hauptversammlung in der Münchner Olympiahalle (10.00) werden ihn die Aktionäre aller Voraussicht nach in den Aufsichtsrat von BMW wählen, dort wird er wohl noch am späten Nachmittag zum Vorsitzenden gewählt - und künftig seinen Nachfolger Harald Krüger kontrollieren.

BMW steht glänzend da und eilte in der Ära Reithofer von Rekord zu Rekord. Auch 2015 ging gut los, die teuren Autos der Bayern sind weltweit begehrt. Kritik der Anteilseigner abseits der Großaktionäre der Familie Quandt wird es kaum geben - von Reithofers Wechsel in der Aufsichtsrat abgesehen. Denn das Aktiengesetz will, dass Vorstände vor dem Wechsel in das Gremium zwei Jahre pausieren.

Doch das Gesetz lässt eine Ausnahme zu: Wenn die Wahl auf Vorschlag von Aktionären erfolgt, die mehr als 25 Prozent an dem Unternehmen halten - sprich, wenn die Eigentümer das wollen. Im Fall von BMW ist das die Familie Quandt, die zusammen fast 47 Prozent hält. Sie wollen Reithofer und sie haben das nötige Vertrauen in Krüger. Der bisherige Produktionsvorstand wird im Laufe der Versammlung zum Chef des Dax-Konzerns und soll Reithofers Kurs fortsetzen und schärfen.

(dpa) (mfz)