Apple Watch künftig besser gegen Diebstahl gesichert
Aktuell können Ganoven eine geklaute Apple-Computeruhr problemlos wiederherstellen. Eine neue Aktivierungssperre in watchOS 2 wird das bald verhindern. Auch iOS 9 bringt eine wichtige Sicherheitsverbesserung.
(Bild: Apple)
Schon kurz nach Auslieferung der Apple Watch gab es viel Kritik an fehlenden Sicherheitsfunktionen: Wie sich herausstellte, ist es möglich, auch geklaute Uhren ohne Eingabe eines Passworts wiederherzustellen – und damit zu verkaufen. Beim iPhone geht dies dank einer standardmäßig vorhandenen Aktivierungssperre dagegen nicht so einfach.
Mit dem gestern angekündigten watchOS 2, das ab Herbst verfügbar sein soll, reicht Apple dieses sinnvolle Feature nun nach. Mit eingeschalteter Aktivierungssperre hilft es nichts mehr, eine entwendete Apple Watch zu löschen. Um sie erneut in Betrieb zu nehmen, muss der Dieb auch die iCloud-Apple-ID des Besitzers samt Passwort kennen. "Wird die Apple Watch verloren oder gestohlen, bleiben die Informationen darauf sicher", so Apple.
Warum Apple die Aktivierungssperre nicht gleich mit der ersten watchOS-Version ausgeliefert hat, bleibt unklar. Auf dem iPhone gibt es die Funktion bereits seit iOS 7, das im Juni 2013 gezeigt wurde. watchOS 2 ist für registrierte Entwickler bereits als Betaversion zu haben, ein genauer Termin für die Verfügbarkeit der Finalversion wurde noch nicht kommuniziert.
Auch unter iOS 9 (ebenfalls ab Herbst) will Apple eine sinnvolle Sicherheitsverbesserung vornehmen. Sind Geräte per Fingerabdrucksensor Touch ID gesperrt, muss der alternativ eingebbare PIN-Code künftig mindestens sechs Zeichen lang sein – und nicht nur vier wie bisher. Alternativ kann man auch ein alphanumerisches Passwort wählen, was auch jetzt schon möglich ist. (bsc)