Magna will beim Zulieferer Getrag einsteigen
Der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna steht wohl unmittelbar vor einem Einstieg bei dem Getriebe-Hersteller Getrag. Dies erfuhr heute die Deutsche Presse-Agentur aus mit der Sache vertrauten Kreisen
(Bild: Getrag)
Der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna steht wohl unmittelbar vor einem Einstieg bei dem Getriebe-Hersteller Getrag. Dies erfuhr heute die Deutsche Presse-Agentur aus mit der Sache vertrauten Kreisen. Bei dem Familienunternehmen mit Sitz in Untergruppenbach (Kreis Heilbronn) war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.
Über das Thema hatte Anfang des Monats auch schon die Heilbronner Stimme berichtet. Der Autozulieferer stellte 2014 3,9 Millionen Getriebe her und beschäftigte 13.500 Mitarbeiter. Die Erlöse der Getrag-Gruppe lagen 2014 bei rund 3,26 Milliarden Euro.
Getrag hat sich in den vergangenen Jahren aus der Krise gearbeitet. 2009 – während der weltweiten Wirtschaftskrise – war der Zulieferer mit einer Bürgschaft vom Land gestützt worden, damit die Arbeitsplätze geschützt werden. Mittlerweile kann der Zulieferer aber sein Wachstum aus dem laufenden Geschäft finanzieren.
(dpa)
[Update: 16. Juli 2015, 13:25 Uhr]
Die Konzernzentrale von Magna betätigt die Vermutung mit einer Pressemitteilung. Darin heißt es, der Kaufpreis für das 80 Jahre alte Traditionsunternehmen liege bei 1,75 Milliarden Euro. Der Verkauf soll Ende 2015 abgeschlossen sein. (fpi)