Belebung des Alltags

Yamaha hat zwar ein üppig bestücktes 125er-Rollerprogramm, doch ein moderner Kompakt-Scooter für die Stadt fehlte bislang. Dieses Manko soll der neue NMAX beheben, der sich durch ein apartes Äußeres und die erste variable Ventilsteuerung im Rollersegment auszeichnet

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Zweirad
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Lissabon, 24. Juli 2015 – Yamaha hat zwar ein üppig bestücktes 125er-Rollerprogramm, doch ein moderner Kompakt-Scooter für die Stadt fehlte bislang. Dieses Manko soll der neue NMAX beheben, der sich nicht nur durch ein apartes Äußeres mit vielen verschiedenfarbigen Verkleidungsteilen und einen knappen LED-Doppelscheinwerfer unter der flachen schwarzen Scheibe auszeichnet – er bietet auch die erste variable Ventilsteuerung im Rollersegment.

Der Yamaha-Roller profitiert von der Entwicklung in Europa, denn die Ergonomie ist auch für Große trotz kompakter Abmessungen tadellos. Der leicht nach hinten geschwungene Lenker liegt prima in der Hand, die Füße finden mit entspannten Kniewinkeln einen knappen, aber sicheren Tritt und der Oberkörper ist nahezu aufrecht. Auf Anhieb ergibt sich ein sehr inniges Gefühl. Diese aktive Unterbringung samt guter Erreichbarkeit des Untergrunds und die geringe Masse von 127 Kilogramm machen den Neuzugang auch für Ungeübte leicht beherrschbar.

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Quirliger 125er-Scooter zum Sparpreis: Der neue Yamaha NMAX überzeugt insbesondere im Stadtverkehr und ist bereits für 2985 Euro zu haben.

Dass der NMAX eine technische Weltpremiere für den Scooterbereich in sich trägt, hält er bescheiden versteckt: Der flüssigkeitsgekühlte 125er-Einzylinder-Motor mit Vierventiltechnik ist mit der ersten variablen Ventilsteuerung im Rollersegment versehen, von Yamaha Variable Valve Actuation (VVA) genannt. Das VVA wählt zwischen zwei Nockenwellenprofilen für die beiden Einlassventile, auf der Auslass-Seite bleibt alles beim Alten. Damit läuft der Motor im unteren Drehzahlbereich mit einem Nockenprofil für niedrigen Verbrauch und gutes Durchzugsvermögen. Bei zirka 6000 Touren schaltet VVA auf größeren Ventilhub, was eine ordentliche Zylinderfüllung bei hohen Drehzahlen und damit eine höhere Leistung bringt.

In der Praxis erfreut die neue Antriebsquelle des NMAX mit linearer, durchaus druckvoller Beschleunigung an der Ampel und im rollenden Verkehr. Das Umschalten des VVA selbst ist nicht spürbar, auf Gasgriffbefehle reagiert der Single spontan mit prima Drehfreude.