Verkehrsminister: Tempo 30 vor "sensiblen" GebÀuden

Vor sensiblen Einrichtungen wie KindertagesstĂ€tten, Schulen und Seniorenheimen soll nach dem Willen der LĂ€nder-Verkehrsminister kĂŒnftig Tempo 30 die Regel sein. Die Verkehrsbehörden sollen aber in AusnahmefĂ€llen auch Tempo 50 anordnen können

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(Bild: ADAC)

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Nach dem Willen der Minister soll das Regel-Ausnahme-VerhĂ€ltnis bei Entscheidungen fĂŒr oder gegen eine Tempo-30-Zone umgekehrt werden.

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Vor "sensiblen" Einrichtungen wie KindertagesstĂ€tten, Schulen und Seniorenheimen soll nach dem Willen der LĂ€nder-Verkehrsminister kĂŒnftig Tempo 30 die Regel sein. Die Verkehrsbehörden sollen aber in AusnahmefĂ€llen auch Tempo 50 anordnen können. Darauf hĂ€tten sich die Ressortchefs am Donnerstag bei der Verkehrsministerkonferenz in Worms verstĂ€ndigt, teilte ein Sprecher mit. Nach seinen Angaben wurde der Bund aufgefordert, die entsprechenden Regelungen in der Straßenverkehrsordnung anzupassen.

Am Freitag wollen die Verkehrsminister aus Bund und LĂ€ndern ĂŒber die Konsequenzen aus dem Abgasskandal sowie ĂŒber den Straßen und Schienenverkehr beraten. Auf der Tagesordnung der Konferenz stehen insgesamt rund ein Dutzend Themen, darunter der Bundesverkehrswegeplan 2015. Über die Ergebnisse wollen die Ressortchefs aus Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz, Christian Pegel und Roger Lewentz (beide SPD), am Mittag berichten.

Zur Entscheidung der Minister bezĂŒglich der „Zone 30“ sagte der Sprecher des mecklenburg-vorpommerschen Verkehrsministeriums, bisher werde regelmĂ€ĂŸig von Fall zu Fall entschieden, weil die Situation vor Ort jeweils unterschiedlich sei. Nach dem Willen der Minister soll das Regel-Ausnahme-VerhĂ€ltnis nun umgekehrt werden. Außerdem soll es kĂŒnftig einfacher sein, fĂŒr kurze Strecken, die zwischen bestehenden Geschwindigkeitsbegrenzungen liegen, eine reduzierte Geschwindigkeit anzuordnen.

Beim aktuellen Abgasskandal ist bei den Verkehrsministern ein Vorstoß des baden-wĂŒrttembergischen Ressortchefs Winfried Hermann (GrĂŒne) umstritten. Er hat nach der massenhaften Manipulation von Volkswagen-Motoren eigene Messprogramme und unangekĂŒndigte Tests bei auf dem Markt verfĂŒgbaren Serienfahrzeugen angekĂŒndigt. Das bayerische Verkehrsministerium hat das als „reinen Aktionismus“ zurĂŒckgewiesen.

(dpa) (mfz)