Millionenkredit für zahlungsunfähige teamwork

Für die Sanierung der teamwork AG haben die Hauptgläubiger einen Millionenkredit bereit gestellt; die Mitarbeiter-Gehälter zahlt vorerst das Arbeitsamt.

vorlesen Druckansicht 8 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Jürgen Kuri

Für die Sanierung des zahlungsunfähigen Paderborner IT-Dienstleisters teamwork haben die Hauptgläubiger einen Millionenkredit zur Verfügung gestellt. Wie der Sprecher der teamwork information management AG, Wilfried Eickholz, am heutigen Dienstag auf Anfrage von dpa berichtete, hätten die WestLB Düsseldorf und die Sparkasse Paderborn einen Betriebskredit von zwei Millionen Mark bewilligt.

Die Börse habe auf die Nachricht mit einem "Kursfeuerwerk" reagiert, erklärte Eickholz. Am gestrigen Montag ist der Kurs der teamwork-Aktie auch tatsächlich um mehr als 50 Prozent geklettert – allerdings auf dem niedrigen Niveau von unter fünf Euro. Zum Schluss erreichte die teamkwork-Aktie gestern 3,97 Euro; am heutigen Dienstag konnte sich das Papier bis zum Mittag noch einmal um über 7 Prozent auf 4,25 Euro verbessern. Damit ist die Aktie allerdings immer noch weit vom 52-Wochen-Hoch von 59,50 Euro entfernt.

Nach dem Sanierungskonzept des vorläufigen Insolvenzverwalters, Frank Kebekus, sollen in- und ausländische Beteiligungen der teamwork AG veräußert werden. Damit solle Geld in das angeschlagene Unternehmen fließen. Zusätzlich solle ein strategischer Partner gewonnen werden. Bislang seien Gespräche mit mehr als 20 Interessenten geführt worden, sagte Eickholz. Mit einem Ergebnis werde bis Ende des Jahres gerechnet. Das operative Geschäft des Unternehmens werde in vollem Umfang fortgeführt, Auftragsstornierungen gebe es nicht. Nach Auskunft des Firmensprechers übernimmt die Bundesanstalt für Arbeit bis Ende Dezember die Gehaltszahlungen für die rund 320 Mitarbeiter. (jk)