Frauenschwund bei Microsoft
Da Microsoft in den vergangenen Monaten vor allem in der Smartphone-Produktion Arbeitsplätze abbaute, hat sich der Frauenanteil an der Gesamtbelegschaft verringert.
(Bild: Microsoft)
Microsoft hat zum Ende September dieses Jahres rund 116.000 Mitarbeiter beschäftigt, 31.000 davon Frauen. Damit hat sich der Anteil der weiblichen Mitarbeiter im Vorjahresvergleich von 29 Prozent auf 26,8 Prozent verringert, geht aus dem jüngsten Diversitätsbericht des Softwareherstellers hervor.
Den Frauenschwund führt Microsoft auf die Restrukturierung vor allem seiner von Nokia übernommenen Smartphone-Herstellung zurück. Dabei seien vor allem Produktionsstätten außerhalb der USA geschlossen worden. In der Herstellung sind Frauen überrepräsentiert, dort beträgt der Frauenanteil derzeit 58 Prozent. Dementsprechend wurden in diesem Bereich auch mehr Frauen als Männer auf die Straße gesetzt.
Anteil der Hochschulabsolventinnen steigt
Im Gegensatz zur Herstellung beträgt der Frauenanteil im "Tech-Bereich", in dem es unter anderem um die Entwicklung von Geräten und Anwendungen geht, 17 Prozent. Von den leitenden Angestellten sind 17,3 Prozent Frauen. In beiden Bereichen bewegt sich der Frauenanteil demnach auf Vorjahresniveau. In den höchsten Führungsetagen werden 27,2 Prozent der Posten von Frauen besetzt – so viele wie nie zuvor, wie Microsoft in einem Blogbeitrag betont.
Microsoft strebt an, den Frauenanteil langfristig zu steigern. Daher freut sich die bei Microsoft für Diversität und Inklusion zuständige Managerin Gwen Houston darüber, dass der Anteil der weiblichen Hochschulabsolventen, die bei dem Unternehmen angefangen haben, innerhalb eines Jahres von 27,7 auf 30,6 Prozent gestiegen ist. (anw)