Scharfkantig
Die vierte Generation des Lexus RX hat auf dem ersten Blick kaum noch etwas mit dem Vorgänger gemein. Er wurde noch kantiger, wuchtiger, aggressiver. Wir konnten das Crossover-Modell als Hybrid-Modell 450h mit 313 PS und mit dem neuen, 238 PS starken Direkteinspritzer ausprobieren
- Frank Wald
- Mirko Dölle
Lissabon, 25. November 2015 – Die vierte Generation des Lexus RX hat auf dem ersten Blick kaum noch etwas mit dem Vorgänger gemein. Ganz offensichtlich wollten die Designer am Erfolg des neuen Kompakt-Crossover NX anknüpfen, das im vergangenen Jahr den Absatz der noblen Toyota-Tochter in neue Rekordhöhen getrieben hat und formten den RX nach dessen Ebenbild. Er wurde noch kantiger, wuchtiger, aggressiver. Wir konnten das unverwechselbar gestaltete Auto ausprobieren.
Ein noch größerer "Diabolo"-Kühlergrill, scharfkantige und spitzwinklige Formen und Linien und betont ausgestellte Radhäuser prägen nun die Optik des weltweit über 2,2 Millionen Mal verkauften Crossover-Modells. Ebenso typisch sind die zackigen Scheinwerfer. Neu ist das dynamische Blinklicht, dessen LED wie bei einigen Audi-Modellen von innen nach außen aufleuchten. In der Seitenansicht lassen schwarze Glaseinsätze in den hinteren Säulen das Dach hinten "schweben".
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Spürbar gewachsen
Um zwölf Zentimeter auf 4,89 Meter Länge gewachsen und mit fünf Zentimetern mehr Radstand (jetzt 2,79 Meter) bietet der neue RX nun spürbar mehr Beinfreiheit, vor allem im Fond. Das Interieur ist mit edlen Materialien ausgestattet, wobei manche Chrom- und Holzapplikation hochwertiger scheint als sie sich anfühlt. Dafür sind die Ledersitze bequem und bieten guten Seitenhalt.
Eines der größten Headup-Displays der Branche ist ab der Ausstattung Executive Line und nur in einem Paket ab 2350 Euro erhältlich, das auch eine "Klima Concierge Funktion" umfasst, die unter Berücksichtigung der Sitzbelegung automatisch Klimaanlage, Sitzheizung und -belüftung regelt und mittels Nano-Technolgie die Luft reinigt und befeuchtet. Das 12,3 Zoll große Multi-Display ermöglicht die gleichzeitige Anzeige von Navigation, Bordcomputer, Audio und Telefon. Die Bedienung allerdings erfolgt wie bereits beim Vorgängermodell kompliziert über eine Art Computermouse in der Mittelkonsole. Schon im Stand sind einzelne Funktionen nur mühselig auszuwählen, von der Handhabung während der Fahrt und im dichten Verkehrsgewusel gar nicht zu reden. Intuitiver funktionieren da BMWs iDrive oder Audis MMI. Die Navigation zeigte sich auf unserer Testfahrt in Darstellung und Führung so ungenau wie unzeitgemäß.