Higgs-Boson: Es bleibt spannend

Bitte nicht mehr als 140 Gigaelektronenvolt, hofften die Forscher für die Masse des Higgs-Boson. Die Doku "Particle Fever" hält das packende Projekt fest.

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Bitte nicht mehr als 140 Gigaelektronenvolt, hofften die Forscher für die Masse des Higgs-Boson. Die Doku "Particle Fever" hält das packende Projekt fest.

Hätte das Higgs-Boson eine höhere Masse, wäre das ein starkes Indiz für die "Multiversum"-Theorie. Die ist vielen Physikern ein Graus, weil sie bedeuten würde: Auch der stärkste Teilchenbeschleuniger kann dem Universum kaum noch neue Erkenntnisse abtrotzen.

Die physikalischen Hintergründe reißt die Doku "Particle Fever" nur an. Regisseur Mark Levinson interessiert sich mehr für die Menschen dahinter. Über Jahre hinweg hat er ihre Suche nach dem Higgs-Boson begleitet. Das Ergebnis ist ein spannender Einblick in die Leidenschaften, Frustrationen und Rivalitäten der beteiligten Physiker.

Die Masse des Higgs-Bosons nutzt er dabei geschickt als Spannungsbogen, denn die Freunde der "Supersymmetrie"-Theorie wünschen sich maximal 115 GeV. Als der Large Hadron Collider in Genf endlich die ersten Messdaten ausspuckt, sind sie geschockt: Die Werte deuten auf irgendetwas im Bereich von 140 GeV hin. Der krimiähnliche Showdown kulminiert in der legendären Konferenz vom 4. Juli 2012, auf der zwei unabhängige Teams ihre Ergebnisse bekanntgeben: rund 125 GeV. Damit bleiben viele Fragen offen und die Physik spannend.

Mark Levinson: "Particle Fever – Die Jagd nach dem Higgs", Blu-ray-DVD, 99 Minuten, 13,99 Euro (jle)