Porsche bringt Boxster und Cayman als Baureihe 718 mit Vierzylinder
Kleine Revolution aus Stuttgart: Porsche baut in seine kleinen Sportwagen künftig Vierzylinder-Motoren ein. Mit dem neuen Namen für Boxster und Cayman will das Unternehmen außerdem an die Renngeschichte erinnern
(Bild: Porsche)
Porsche bereitet nach der großflächigen Einführung der Turbo-Aufladung den nächsten Kulturschock für Sportwagenbegeisterte vor. Wenn der Sportwagenhersteller im neuen Jahr die Baureihen Boxster und Cayman überarbeitet, bekommen die beiden Mittelmotorsportwagen einen neuen Namen und werden als Baureihe 718 vermarktet. Zum ersten Mal werden hinter den Sitzen anstelle der bisherigen Sechszylinder-Boxer-Motoren Vierzylinder-Boxer mit Turboaufladung eingebaut, teilte das Unternehmen mit.
Außerdem will Porsche die beiden Baureihen technisch wie optisch zusammenführen und zugleich die Preispositionierung schärfen: Genau wie beim großen Bruder 911 soll der Roadster dann mehr kosten als das Coupé, so Porsche weiter. Details zur für das späte Frühjahr erwartetete Modellpflege nannte der Hersteller allerdings noch nicht.
Die neue Baureihenbezeichnung für Porsches Zweisitzer nimmt Bezug auf einen 718, der Ende der 1950er Jahre das Urmodell 356 beerbt und es mit einem Vierzylinder-Boxer zum Seriensieger bei Rennen in aller Welt gebracht hat. Beim legendären italienischen Langstrecken-Rennen Targa Florio auf Sizilien belegte der 718 in den Jahren 1959 und 1960 den ersten Platz. Beim 24 Stunden-Rennen in Le Mans 1958 sicherte sich der 718 RSK mit seinem 142 PS-starken Vierzylinder einen Klassensieg.
Damals stärker und schneller als die Konkurrenz, wird die ursprüngliche Leistung für die Neuauflage nicht genügen. Denn mehr als 104 kW/142 PS waren beim Original nicht drin. Heute dagegen geht es bei Boxster und Cayman von 195 kW/265 PS bis 283 kW/385 PS.
(mit Material der dpa) (fpi)