Flüssigluftnummer
Das britischen Technologieunternehmen Dearman hat einen neuen Ansatz, die umweltschädlichen Lkw-Kühlaggregate mit ihren nicht abgasreglementierten Dieselmotoren zu ersetzen. Erstaunlicherweise spielt dabei eine Kolbenmaschine eine zentrale Rolle
London, 11. Dezember 2015 – Das britischen Technologieunternehmen Dearman hat einen neuen Ansatz, die umweltschädlichen Lkw-Kühlaggregate mit ihren nicht abgasreglementierten Dieselmotoren zu ersetzen. Erstaunlicherweise spielt dabei ausgerechnet eine Kolbenkraftmaschine eine zentrale Rolle.
Rund eine Million Kühltransporter sind auf den Straßen der Europäischen Union im Einsatz, davon etwa 180.000 in Deutschland. Für ihre Kühlaggregate, die mit Dieselkraftstoff betrieben werden, gelten – anders als für die Antriebsmaschinen der Fahrzeuge – keinerlei Abgasnormen. So kann ein kleines Dieselaggregat mit einer knappen Handvoll PS bis zu 29 mal so viel Feinstaub und sechsmal so viel Stickstoffdioxid ausstoßen wie der Motor der Sattelzugmaschine mit seinen rund 300 PS.
Flüssigluftnummer (11 Bilder)

(Bild: Dearman (alle))
Die Antriebsmotoren für die Kühlkompressoren der Container erzeugen sogar mehr Feinstaub und Stickoxid als nach ihrem Stand der Technik vermeidbar, weil sie auf möglichst geringen Verbrauch, günstige Produktion und besondere Wartungsarmut hin optimiert sind. Wenn sie denn aus Renditegründen überhaupt vorschriftsmäßig gewartet werden.
Schadstoffe in Städte und Umweltzonen
Ihre Emissionen entstehen nicht nur auf der Autobahn, sondern auch bei stehenden Fahrzeugen oder sogar abgesattelten Containern, weil für verderbliche Waren die sogenannte Kühlkette jederzeit aufrecht erhalten werden muss. Kühlaggregate laufen deshalb nicht nur auf der Autobahn, sondern auch auch häufig im Weichbild der Städte – etwa an Containern, die im Bereich von Großmarkthallen abgestellt sind oder im innerstädtischen Lieferverkehr.