Rambus unter Druck: Auch Hyundai verklagt Speicherschmiede

Nach der Chipschmiede Micron verklagt nun auch Hyundai Rambus wegen wettbewerbswidrigem Verhalten und ungĂĽltigen Patenten.

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Von
  • JĂĽrgen Kuri

Nachdem schon die Chipschmiede Micron den Spieß umgedreht hat und den Speicher-Designer Rambus wegen Verletzung der Wettbewerbsgesetze und ungültiger Patente verklagte, gerät Rambus nun noch mehr unter Druck. Auch der koreanische Konzern Hyundai, der weltweit zweitgrößte Hersteller von Speicherchips, hat Klage gegen Rambus eingereicht, da einige Patente der Firma nicht rechtmäßig seien. Hyundai schrieb in einer Klageschrift, die der Konzern beim Bezirksgericht von Nord-Kalifornien in San Jose einreichte, bestimmte Patente von Rambus seien ungültig und rechtlich nicht haltbar; zudem verletzte keines der Hyundai-Produkte Rambus-Patente.

Der Konzern erklärte, die Klage sei die Antwort auf die Behauptung von Rambus, Hyundai habe das Recht verletzt. Dies sei mit der Forderung verbunden gewesen, dass Hyundai die Rambus-Patente akzeptiere und Lizenzgebühren an die Speicherschmiede zahle. Bislang hat sich auch Infineon geweigert, Lizenzgebühren an Rambus zu zahlen und wurde daraufhin von der Firma verklagt. Die Verfahren, die nun Micron und Hyundai gegen Rambus angestrengt haben, kommen der ehemaligen Siemens-Tochter also gerade recht. Sollte Rambus vor Gericht verlieren, muss die Firma mit einem gehörigen Einbruch beim Umsatz rechnen – im letzten Geschäftsbericht kamen 37 Prozent der Umsätze aus Lizenzgebühren. Außerdem könnten sogar Rückzahlungs- und Schadenersatzforderungen auf Rambus zukommen: Hitachi, Toshiba und Oki beispielsweise haben sich nach Klagen außergerichtlich mit Rambus verständigt und zahlen seitdem Lizenzgebühren. (jk)