Ladungssicherung

Entladene Batterien gehören zusammen mit fehlendem Sprit noch immer zu den hĂ€ufigsten EinsĂ€tzen der Pannenhelfer. Ein LadegerĂ€t kann vor der unliebsamen Überraschung einer leeren Batterie schĂŒtzen. Die Gesellschaft fĂŒr technische Überwachung (GTÜ) hat sechs GerĂ€te getestet

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(Bild: GTÜ)

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MĂŒnchen, 13. Januar 2016 – Eigentlich sollte das Zusammenspiel von Batterie und Lichtmaschine spĂ€testens seit den letzten beiden, gravierenden Verbesserungen vor rund 50 Jahren reibungslos funktionieren. Die Umstellung auf 12 Volt und die EinfĂŒhrung der Drehstromlichtmaschine hat in der Tat einiges verbessert. Und dennoch gehören entladene Batterien zusammen mit fehlendem Sprit noch immer zu den hĂ€ufigsten EinsĂ€tzen der Pannenhelfer. Ein LadegerĂ€t kann vor der unliebsamen Überraschung einer leeren Batterie schĂŒtzen. Die Gesellschaft fĂŒr technische Überwachung (GTÜ) hat sechs GerĂ€te getestet.

Gerade wenn das Auto bei kalter Witterung nur auf kurzen Strecken bewegt und viele Verbraucher genutzt werden, kann es auch bei modernen Autos schon mal Probleme geben – besonders, wenn viele Verbraucher (meist in Form von Ausstattungsmerkmalen) verbaut sind. Die Pannenwahrscheinlichkeit erhöht sich mit der Zeit, denn Batterien verlieren mit der Zeit etwas „Spannkraft“. Gleiches gilt bei niedrigen Temperaturen, was nach dem ersten Frost regelmĂ€ĂŸig zu einem sprunghaften Absatzanstieg im Zubehörhandel fĂŒhrt. Nun macht ein LadegerĂ€t aus einer alten zwar keine neue Batterie, doch wer wenig fĂ€hrt, kann damit die Lebensdauer durchaus erhöhen.

Ladungssicherung (4 Bilder)

Bei Frost haben gerade Autos, die nur auf Kurzstrecken bewegt werden, durchaus auch heute noch Batterie-Probleme. Entladene Batterien gehören im Winter zu den hĂ€ufigsten Einsatzszenarien fĂŒr Pannenhelfer.
(Bild: GTÜ)

LadegerĂ€te gibt es schon ab etwa zehn Euro. Gerade bei hĂ€ufiger Nutzung lohnt es sich aber, etwas mehr Geld auszugeben. Die Verarbeitung ist dann in der Regel nicht mehr ganz so fragil und auch das Tempo der Aufladung steigt. Zudem gibt es meistens auch nur bei etwas teureren GerĂ€ten eine Ladebegrenzung, die vor der Gasespannung den Ladevorgang abbricht. In den Kriterien "Anpassung Ladekennlinien an Akkutyp", "Anpassung der Ladeleistung" und "Eignung fĂŒr AGM" gibt es gravierende Unterschiede zwischen den getesteten GerĂ€ten, wobei teurer hier nicht zwangslĂ€ufig besser sein muss.

Die GTÜ hat ein Testfeld aus acht GerĂ€ten zusammengestellt, die zwischen 35 und knapp 100 Euro kosten. Das billigste GerĂ€t kommt von Einhell und landet auf dem letzten Platz. SchwĂ€chen zeigte das GerĂ€t unter anderem bei der Anpassung der Ladekennlinie an den Akkutyp, der fehlenden Eignung fĂŒr AGM-Batterien und der Aufladung von tiefentladenen Batterien. Der Testsieger von CTEK gab sich in keinem Punkt eine BlĂ¶ĂŸe, ist mit 96,40 Euro aber auch eines der teuersten GerĂ€te im Test. FĂŒr rund die HĂ€lfte gibt es ein LadegerĂ€t von AEG, das nur beim Funktionsumfang deutlich hinter dem Testsieger zurĂŒckbleibt. Noch eine Anmerkung zum Schluss. In der Übersicht ist ein Fehler: Im Kapitel „elektrische PrĂŒfung“ sind maximal 170 Punkte zu erreichen, nicht wie hier gezeigt 80. Die zu vergebenen Gesamtpunkte stimmen aber. (mfz)