Form follows Zeitgeist
Mit ein paar kleinen Veränderungen will Mercedes neue Kaufanreize setzen. Die Veränderungen bleiben allerdings recht überschaubar, was gerade den bisherigen Käufern des CLA Shooting Brake recht sein dürfte
Stuttgart, 16. März 2016 [–] Nicht nur die Medienwelt, auch die Automobilbranche unterliegt heute einem ungleich höheren Tempo als noch vor 30 Jahren. Konnte sich ein Autokäufer früher sicher sein, dass es nach einer Vorstellung für ein paar Jahre eine gewisse Konstanz gab, ist das inzwischen nicht einmal bei Modellen sicher, die erst seit einem Jahr im Handel sind. In der jüngeren Vergangenheit war das schon bei Ford mehrfach der Fall, nun trifft es auch Mercedes-Käufer. Die CLA-Baureihe bekommt eine kleine Modellüberarbeitung, von der auch der Kombi Shooting Brake betroffen ist.
Diamanten serienmäßig
Die bisherigen Käufer werden davon nicht begeistert sein, können sich aber entspannen. Denn die Überarbeitung ist als solche erst auf den dritten Blick zu erkennen. Front- und Heckverkleidung, in grauer Vorzeit mal als Stoßstangen bezeichnet, wurden leicht umgeformt, der „Diamant-Kühlergrill“ ist nun serienmäßig. Die Leuchten an Heck und Front wurden ebenfalls leicht verändert. Erstmals gibt es im CLA pegelgesteuerte Rückleuchten, die im Dunkeln die Blendwirkung für nachfolgende Fahrzeuge mindern sollen. Die gibt es allerdings nur zusammen mit den ebenfalls neuen LED-Scheinwerfer. Gegen Zuzahlung öffnet die Heckklappe mit einer gezielten Fußbewegung.
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(Bild: alle Mercedes)
Zollgewinn
Der Innenraum kann nun mit weiteren Farben gestaltet werden, bei den meisten Kunden wird es wohl trotzdem beim klassischen Schwarz bleiben. Das Media-Display mit einer Diagonale von acht Zoll hat einen schmaleren Rahmen bekommen, was ihm gut steht. Beim Bediensteller macht Mercedes weiterhin Unterschiede zwischen den Baureihen: Alle auf der B- und A-Klasse basierenden Modelle – dazu gehört auch der CLA – bekommen einen verglichen mit den teuren Baureihen einen simplen Drehdrück-Steller, ab der C-Klasse wird ein Controller mit Touchpad eingebaut. So oder so lässt sich festhalten, dass es in beiden Fällen Systeme gibt, die sich intuitiver bedienen lassen. Ein Radio mit USB-Anschlüssen ist serienmäßig, ein CD-Player kostet mit knapp 60 Euro weniger als bei Peugeot.