Sonnet-Flatrate: "Kündigungen sind gerechtfertigt"

Die Kündigung von angeblichen Vielsurfern sei eine technische Notwendigkeit, erklärte der Internet-Pauschaltarifanbieter Sonnet.

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Der Flatrate-Anbieter Sonnet ist seit einigen Tagen dazu übergegangen, Nutzern des Pauschaltarifs sonne zu kündigen, die nach Ansicht des Unternehmens zu lange online sind. Hierzu überwacht Sonnet das Nutzungsverhalten der Kunden. Es soll nun Allen gekündigt werden, die innerhalb eines Überwachungszeitraumes von 30 Tagen zu viel surfen. Als Begründung sagte Sonnet-Sprecherin Anya Elis gegenüber c't, dass es sich hierbei um eine "technische Notwendigkeit" handele. Bei den Betroffen handele es sich um einen kleinen Personenkreis, der aber dermaßen viele Kapazitäten belege, dass andere Kunden Schwierigkeiten bei der Einwahl hätten.

Den Vorwurf, dass Sonnet wahllos kündige, wies Elis zurück. Ausschließlich die genannte Gruppe von Vielsurfern sei laut Elis betroffen: "Sämtliche Kündigungen sind gerechtfertigt." Den Gekündigten scheint Sonnet aber nicht immer mitzuteilen, warum der Vertrag mit ihnen beendet wird: So liegen c't Kopien von Schreiben vor, in denen lediglich von Statistiken die Rede ist, ohne aber explizit den Angeschriebenen darauf hinzuweisen, warum Sonnet denn nun genau das Vertragsverhältnis beenden will. Das Flatrate-Angebot für Privat-Kunden soll es aber in jedem Fall weiter geben. Wie Elis versicherte, gebe es mit der Telekom-Gesellschaft Versatel einen Geldgeber im Hintergrund, der finanzielle Schwierigkeiten wie im Fall von Surf1 ausschließe.

Die Einwahlprobleme vom Wochenende begründete Elis mit technischen Problemen, wie sie immer wieder mal vorkommen könnten. Laut Sonnet war am Wochenende ein Server zur Authentifizierung der Nutzer ausgefallen. (axv)