eToys kann erste Rechnungen nicht mehr bezahlen

Mit eToys geht es weiter bergab: Der Online-Spielwarenhändler gab zu, die Rechnungen einiger Gläubiger nicht mehr bezahlen zu können

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Mit eToys geht es weiter bergab: Der Online-Spielwarenhändler gab zu, die Rechnungen einiger Gläubiger nicht mehr bezahlen zu können. Zu den Unternehmen, die von dem nun beschlossenen Zahlungsstopp betroffen sind, gehört nach Informationen des US-Newsdienstes CNet unter anderem die Zeitarbeitsfirma RemedyTemp. Die hatte eToys mit Saisonarbeitern versorgt und verlangt dafür im Gegenzug nun 2 Millionen US-Dollar.

eToys-Sprecher Gary Genderman wollte die Forderung des Unternehmens nicht bestätigen, sondern gab nur an, dass man mittlerweile einen Ausschuss mit eToys größten Gläubigern – darunter Hasbro und Mattel – gebildet habe. Hierin sei RemedyTemp allerdings nicht vertreten. Man habe ja bereits mitgeteilt, nicht so viele Produkte verkauft zu haben wie prognostiziert, und habe daher auch nicht die erhofften finanziellen Rücklagen bilden können, so Gerdermans Erklärung zur aktuellen Situation bei eToys.

Tatsächlich war die Entwicklung abzusehen: Immerhin hatte der Online-Shop Mitte Dezember vergangenen Jahres bereits eine Gewinnwarnung herausgegeben, Anfang Januar 2001 dann sogar seine europäische Filiale geschlossen. In den USA wurden wiederum 70 Prozent der Belegschaft entlassen.

Mittlerweile glaubt kaum noch ein Beobachter, dass sich für eToys ein Käufer finden wird. Potenzielle Investoren dürfte nach der Schließung von Toysmart.com und Toytime.com, sowie der Flucht von Toy 'R' us in einen Partnerschaftsvertrag mit Amazon.com die Lust auf Online-Spielwarenläden vergangen sein. (nij)