Ohne Ampeln, mit autonomen Autos: Der Verkehr wird effizienter
Die Entwicklung von autonomen Autos wird das Verkehrswesen grundlegend verändern. Selbst Ampeln könnten aus dem Straßenbild verschwinden, denn die neue Technik ermöglicht effizientere Steuerungsmethoden.
- Sascha Mattke
Ampeln sind für die heutigen autonomen Versuchsautos noch ein Problem, doch wenn es nach Forschern des MIT Senseable City Lab geht, werden sie in Zukunft ohnehin nicht mehr gebraucht: Nach ihren Berechnungen ließe sich die Kapazität von Straßenkreuzungen nahezu verdoppeln, wenn der Verkehr dort statt über Ampeln direkt über Algorithmen geregelt würde. Das berichtet Technology Review online in "Autonom und ohne Ampeln".
Als optimal identifizieren die Forscher ein Steuerungsmodell, dem sie den Namen BATCH (Stapel) gaben: Bei der Annäherung an eine Kreuzung werden Autos frühzeitig so gebremst oder beschleunigt, dass sich kleine Kolonnen ergeben, die dann jeweils am Stück passieren können. Je länger diese Kolonnen gemacht werden, desto mehr steigt die Kapazität der Kreuzung. Und nach Aussage des Teams können schon kleine Kapazitätserhöhungen überproportional positive Auswirkungen auf den Verkehrsfluss haben.
Natürlich ist all das noch eindeutig Zukunftsmusik. Doch wie die Forscher schreiben, hat es trotzdem Sinn, sich schon jetzt mit diesen Fragen zu beschäftigen: "Die Verkehrsinfrastruktur, die heute gebaut wird, wird mehrere Jahrzehnte lang in Betrieb sein und dürfte den Übergang zu intelligenterem, stärker autonomem Transport noch erleben".
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Autonome Autos kommen (28 Bilder)

(Bild: Tesla)
(sma)