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Nach dem Allradangebot für die 340 und 380 PS kräftigen V6-Benziner in XJ und F-Type weitet es Jaguar nun auf den Jaguar XF 2.0d aus. Auch der kleinere Jaguar XE bietet nun als 2.0d AWD einen Einstieg ins Allradsegment der Mittelklasse. Wir fuhren den XF

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Jaguar
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Von
  • Stefan Grundhoff
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Gerlos (A), 9. Mai 2016 – Nach den 340 und 380 PS starken XJ- und F-Type-Modellen bekommen nun auch Jaguar XF und XE einen Allradantrieb. Ab 47.660 Euro fährt er als XF 2.0d AWD nun bei den Volumen-Allradlern mit Vierzylinder-Dieseln wie BMW 520d xDrive, Audi A6 2.0 TDI quattro und Mercedes E 220d 4MATIC mit.

Der 4,95 Meter lange Jaguar XF bleibt nicht die einzige Kombination aus Vierzylinder-Diesel, Achtgang-Automatik und Allradantrieb. Auch der kleinere Jaguar XE bietet nun als 2.0d AWD einen Einstieg ins Allradsegment der Mittelklasse. Beiden Modellen gemein ist der drehfreudige Commonrail-Diesel, der 132 kW / 180 PS und zwischen 1750 und 2500/min ein maximales Drehmoment von 430 Nm liefert. In Verbindung mit der Achtgang-Wandlerautomatik von ZF ist der Motor eine Bank, der Antrieb arbeitet kultiviert, sparsam, leise und kraftvoll. Im Allradler tut er das selbstverständlich auch.

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Jaguar wertet den XF auf und bietet ihn als 2.0d AWD mit Allradantrieb an.

Hier wird bei normaler Fahrt weiterhin die gesamte Antriebsleistung an die Hinterachse gebracht. Nur bei Bedarf beteiligt eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung anstelle eines zentralen Differenzials die Vorderachse in minimal 165 Millisekunden am Vortrieb. Der Unterschied zum Hecktriebler ist zu spüren, denn selbst auf kurvenreichen Passstraßen lässt sich der Jaguar XE 2.0d AWD durchaus nicht aus der Ruhe bringen und setzt seine 430 Nm maximales Drehmoment umstandslos in Vortrieb um. Antriebseinfluss in der Lenkung ist nur in extremen Situationen unvermeidbar und dann auch bemerkbar. Ansonsten überwiegt bei Weitem das Gefühl, einen fahrdynamisch überlegenen Standardantriebswagen zu bewegen.

Der XF 2.0d AWD beschleunigt aus dem Stand auf Tempo 100 in 8,4 Sekunden und erreicht 222 km/h Spitze. Auch, wenn der Normverbrauch mit 4,9 Litern Diesel beeindruckend gering ist, wünscht man bisweilen die Sechszylinder-Motorisierung 3.0d mit 221 kW / 300 PS, gigantischen 700 Nm Drehmoment aber nur einem halben Liter Mehrverbrauch. Aktuell ist der Top-Diesel jedoch noch nicht mit Allradantrieb zu bekommen.

Der Basispreis für den 180 PS starken Jaguar XE 2.0d AWD liegt bei 41.900 Euro. Die meisten Kunden dürften sich zumindest für die edlere Variante „Prestige” entscheiden, die bei 44.150 Euro beginnt. Der größere Jaguar XF 2.0d AWD startet als Basisversion „Pure” bei 47.660 Euro, für einen "Prestige" muss man mindestens mindestens 50.620 Euro ausgeben. Sinnvoll für beide Modelle ist das optionale Infotainmentsystem Incontrol Touch Pro mit seinem 10,2 (XE) bzw. 12,3 (XF) Touch-Bildschirm, das mindestens 2275 bzw. 2652 Euro kostet.

Anreise, Verpflegung und Probefahrt gingen auf Kosten des Herstellers.